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Regiehinweise
(von H.J. Preil, aus »Mückentötolin«)

Und nun zum Schluß noch einige wichtige Punkte als Regiehinweise!

Punkt 1: Es erscheint vor allem notwendig, etwas zur Pointierung zu sagen. In jedem Sketch gibt es eine große Anzahl von Pointen. Niemals darauf warten, daß das Publikum die Pointe mit einem Lacher quittiert. Wenn Lacher, dann gut so. Ansonsten schnell darüber hinweg. Nichts ist schlimmer, als eine Pointe auf dem »Silbertablett« vor sich herzutragen. Eine gut interpretierte Pointe trägt sich selber.

Punkt 2: Man vermeide jegliche komische Kostümierung (Strohhut, kurze Hosen, kariertes Jackett usw.). Große Brille (Preil) und Bärtchen gehören zum Image und unterstützen den Charakter des Besserwissers! Normaler Straßenanzug reicht völlig aus. Kostümierungen - das heißt, wenn sie nicht zum Inhalt des Sketches gehören (Weihnachtsmann) - lenken von der Realität des Sketches ab und geraten verdächtig in die Nähe der Zirkus-Clownerie.

Punkt 3: Das Erlernen des Textes. Gelernt werden muß der Text eines Sketches möglichst buchstabengetreu! Warum? Die Interpretation - siehe Herricht & Preil - ist rasant. Jede textliche Ungenauigkeit kann zur Katastrophe führen. Ein »Texthänger« geht auf Kosten des Rhythmus', des Tempos und der Verständlichkeit. So ist es auch notwendig, den Text des Partners mitzulernen. Es genügt nicht, den eigenen Text zu beherrschen. Der Text des Partners ist für eigene Reaktionen Grundbedingung.

Punkt 4: Unbedingt den Partner beim Spiel ansehen, ihm in die Augen blicken. Seine physischen Momente wahrnehmen, um sofort darauf zu reagieren. Alles andere wirkt sonst aufgesagt und dilletantisch. Sonst wird der Text zur Makulatur!

Punkt 5: Noch etwas zum Lacher! Ein Gefühl für den Lacher bekommen. Abwarten, bis das Gelächter im Publikum abebbt. Es gibt auch sogenannte Streßsituationen (siehe Erregung Preil), dann mit Intensität auf dem Höhepunkt des Lachers wieder einsteigen. Ansonsten nicht in den Lacher hineinreden.

Punkt 6: Auch wenn man sich auf der Bühne noch so wohl fühlt, niemals das Tempo verschleppen. Ein Sketch ist eine heitere Episode und kein Ibsen!

Und nun alles Gute und »spielt's nur schön«! So sagte einst mein Intendant und Lehrmeister Otto Hoch-Fischer vom Stadttheater Leitmeritz, und der hat's hundertprozentig gewußt.



Zum Sparen von Telefongebühren
(von H.J. Preil, aus »Neue Mückenstiche«)

»Hallo... hier Preil.«
Ich halte den Telefonhörer ans Ohr.
»Guten Tag Herr, Preil, hier spricht Irmgard Gottfried, aus Wiesbaden.«
»Guten Tag, frau Gottfried, was kann ich für Sie tun?«
»Als, Herr Preil, ich muß mal was fragen. Haben Sie sich mit Ihrem Kollegen Rolf Herricht immer genau an die Texte der Sketche gehalten?«
»Verzeihung, ich verstehe nicht. Wie meinen Sie das?«
»Ich sitze hier mit dem Buch von Ihnen - Mückentötolin - und habe die CD mit den Sketchen aufgelegt. Und nun muß ich feststellen, daß bei den Texten im Buch und auf der CD gewisse Abweichungen festzustellen sind. Wie kommt das?«
Oh Gott, denke ich, das hast du tatsächlich vergessen zu erwähnen.
»Liebe Frau Gottfried, sie haben Recht. Ich darf es Ihnen erklären:
Im Buch sind die Originaltexte verwendet worden, während auf den Compact Discs, Kassetten und dem Videoband abgeänderte Texte zu hören sind. Der Grund ist, daß die Medien um Kürzung oder Veränderung nachgesucht haben, um das Zeitlimit für die Tonträger einhalten zu können. Daraufhin sind die Texte speziell etwas verkürzt oder umgestellt worden. Aber der Inhalt wurde nie verändert.«
»Das erscheint mir verständlich, und vielen Dank für die Auskunft. Jetzt ist mir natürlich alles klar. Alles Gute weiterhin!«
Klick.
Ich lege auch auf.
Danke für den Hinweis, liebe Frau Gottfried.

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