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Der Tippschein

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Herricht und Preil kommen im Gespräch, dabei ihre Brieftaschen, Kugelschreiber und je einen Tippschein verstauend, auf die Bühne.

Preil (räsonierend) Meine Güte, Herr Herricht, was soll denn das? Warum zeigen Sie mir denn Ihren Tippschein nicht?
Herricht (konsequent) Das fehlte ja wohl noch? Das ist mein Tipp! Abgucken, was... kommt gar nicht in Frage. Das sind meine Zahlen.
Preil (widerspricht) Das können Sie ja auch. Jeder tippt doch schließlich etwas anderes.
Herricht (bockig) Und so soll es auch bleiben. Ich werde Ihnen auf die Nase binden, was ich getippt habe. Das geht keinen etwas an. Ich frag Sie ja auch nicht, ob Sie vielleicht segeln - fechten - reiten - schwimmen -...
(holt seinen Schein nochmal hervor und kontrolliert) ...ach ja... Boxen - und Federball, getippt haben?
Preil (lachend) Danke, mehr wollte ich gar nicht wissen. Menschenskind, ich habe völlig andere Sportarten, aber Fechten, finde ich prima. Eine sehr elegante Sportart...
Herricht (stutzt und blickt Preit mißtrauisch an) Ja, sehr elegant...
Preil (amüsiert) Und die Haltung, die die Fechter dabei haben müssen.
Herricht (großartig) Ja, die Haltung, die müssen sie haben. In der einen Hand halten Sie das Barett...
Preil (erstaunt) Das... was, bitte?
Herricht (widerholt) Das Barett...!
Preil (verbessert sofort) Sie meinen das Florett!?
Herricht (erstaunt) Ah ja... Stoßwaffe?!
Preil (erklärt) Ein Florett ist nämlich eine Stoßwaffe!
Herricht Ah ja... Stoßwaffe!?
Preil (bohrt weiter) Und was ist folglich nun ein Barett?
Herricht (folgert) Ein Barett ist folglich nun keine Stoßwaffe!
Preil (fährt fort) Ein Barett ist eine Kopfbedekkung.
Herricht (rätselt herum) Beim Fechten?
Preil (ungeduldig) Aber nicht doch beim Fechten! Ein Fechtkämpfer hat was auf dem Kopf?
Herricht (prompt) Einen Florettiner!
Preil (wird langsam böse) Aber nein! Das ist doch was völlig Anderes. Ein Florentiner ist ein Damenhut. Aber womit schützt der Fechtkämpfer seinen Kopf?
Herricht (logisch) Mit einem Damenhut...
Preil (barsch) Nein!
Herricht (lenkt sofort ein) Nein! Ich weiß... indem er auf der Hut ist.
Preil (wütend) Nein! Indem er eine Maske trägt.
Herricht (selbst verwundert) Nun ist alles klar. Er will erst einmal seinen Gegner erschrecken.
Preil (voller Ungeduld) Sagen Sie mal, muß ich denn jedesmal von vorne mit Ihnen anfangen?
Herricht (bedauernd) Es wird sich wohl nicht vermeiden lassen.
Preil (geduldig) Gut! Aber in aller Ruhe!
Herricht (verspricht) Ich sage kein Wort!
Preil (geht in die Seitengasse oder zum Orchester) Könnte ich vom Orchester vielleicht einen Geigenbogen bekommen...
(Er kommt zurück) Vielen Dank! Wunderbar! Genau richtig... Nun passen Sie mal auf... Was ist das hier?
Herricht (überlegt) Das hier ist... wenn mich nicht alles täuscht, ein Geigenbogen...!
Preil (sofort) Nein!
Herricht (einfallend) Nein... Nein... auf keinen Fall! Das wäre ja auch unmöglich, dazu Geigenbogen zu sagen.
Preil (schnell weiter) Das hier ist jetzt ein Florett!
Herricht (selbstverständlich) Ja, ja ... das ist jetzt ein Flor... Wie bitte?
Preil (fährt fort) Ja, ein Florett!
Herricht (plappert nach) Ein Florett!
Preil (konsequent) Und nun sehen Sie sich mal dieses Florett genau an ... Was stellen Sie zum Beispiel fest?
Herricht (bereitwillig) Ich stelle zum Beispiel fest, dieses Florett hat eine große Ähnlichkeit mit einem Geigenbogen.
Preil (erregt sich) Aber nein ! Vergessen Sie doch mal den Geigenbogen.
Herricht (gehorsam) Gut! Ich vergesse jetzt den Geigenbogen...
Preil (wiederholt) Vergessen? Ja?
Herricht (aufmerksam) Schon vergessen.
Preil (fährt fort) Das ist also das Florett und hier vorne ist die Klinge. Und woher kommen die Klingen?
Herricht (sofort) Aus Klingenthal!
Preil (wird langsam nervös) Nein. Aus Klingenthal kommen Musikinstrumente... wie zum Beispiel das hier...!
Herricht (prompt) Das Florett!
Preil (schnauzt) Quatsch! Das ist doch ein Geigenbogen!
Herricht (wütend) Ich denke, den sollte ich vergessen?
Preil (schnauzt zurück) Das sollten Sie ja auch! Also, zurück zum Fechten! Der Kampf beginnt. Und wie beginnt so ein Kampf? Indem sich die Fechtkämpfer begrüßen... Und wie machen sie das? Ich meine... womit?
Herricht (zuckt die Schultern) Mit dem Geigenbogen...?
Preil (laut) Nein!!! Mit dem Florett!
Herricht (verwirrt) Ach, jetzt ist es nun plötzlich wieder ein Florett!? Also, Fechten tippe ich nie wieder. So ein Rumgezapple bei der Begrüßung. Da ist mir Segeln lieber.
Preil (erstaunt) Was... Segeln haben Sie auch getippt?
Herricht (stolz) Ich tippe immer Segeln! Ich bin ein alter Segler.
Preil (mehr als erstaunt) Und Sie verstehen was vom Segeln?
Herricht (im Brustton der Oberzeugung) Ich hab' schon so manche Fregatta gewonnen.
Preil (verwundert) Was haben Sie?
Herricht (bleibt dabei) So manche Fregatta!
Preil (mit Nachdruck) Re...
Herricht (hat nicht verstanden) Wie bitte?
Preil (nochmals) Re... gatta!
Herricht (fragt nochmals) Re? ...
Preil (wiederholt nochmals) Ja... Re...!
Herricht (nun hat er verstanden) Ach, Sie sind schon auf dem Rückweg?
Preil (mit Einfall) Wie wär's denn, wenn wir beide mal in See stechen?
Herricht (eifreut) Nur Mut, wenn Sie ein Messer mithaben?
Preil (unwillig) Doch nicht mit dem Messer. Wenn zum Beispiel ein Schiff ausläuft ... was sagt man da?
Herricht (prompt) Das Schiff hat ein Loch!
Preil (ungeduldig) Ach was, dann hat es doch kein Locht Dann hätte es ein Leck! Und wenn ein Schiff ein Leck hat? Dann sagt der Fachmann...?
Herricht (albern) Mein Schiff ist nicht mehr so lecker!
Preil (böse) Wenn ein Schiff ein Leck hat, dann kann es gar nicht auslaufen.
Herricht (unbelehrbar) Richtig, weil das Wasser nämlich reinläuft!
Preil (schnauzt) Da läuft auch kein Wasser rein. Es läuft aus dem Hafen aus.
Herricht (entsetzt) Das Wasser läuft aus dem Hafen aus?
Preil (giftet ihn an) Nein, das Schiff läuft aus dem Hafen. Nun ist ja wieder alles durcheinander. Stellen Sie sich doch mal vor: Sie hätten eine Yacht!
Herricht (erfreut) Gut! Sprechen wir von was Anderem. Wir sprechen also von der Jagd!
Preil (erstaunt) Sie wissen also, was eine Yacht ist?
Herricht (überzeugt) Natürlich weiß ich, was 'ne Jagd ist. Mein Großvater hatte ja eine!
Preil (mehr als erstaunt) Ihr Großvater hatte eine Yacht? Wie hieß denn die?
Herricht (sofort) »Waidmanns Heil«!
Preil (ungläubig) Eine Yacht kann doch nicht »Waidmanns Heil« heißen?
Herricht (rechthaberisch) Doch! Er sagte immer: »Ich gehe heute auf die Jagd. Waidmanns Heil!«
Preil (widerspricht lebhaft) Eine Yacht heißt zum Beispiel: Seemöve, Seeadler oder Christina!
Herricht (sofort) Mit Christina war Großvater nie auf der Jagd!
Preil (unbeirrt) Mein Gott... Die Yacht ist ein Schiff. Und heißt Christina! Es gibt da die unterschiedlichsten Typen! Kennen Sie vielleicht noch eine Type?
Herricht (treuherzig) Ich kenne nur Sie!
Preil (schreit ihn an) Schiffstypen!
Herricht (schreit zurück) Schiffs-Tüten! Und die sind für die Seekrankheit.
Preil (forscht weiter) Quatsch! Was ist zum Beispiel eine Jolle?
Herricht (begeistert) Oh, die zischt, wenn man Durscht...
Preil (verbessert sofort) Ich sagte Jolle, nicht Molle! Weil nämlich 'ne Molle...
Herricht (weiß es) Da liegen die Schiffe dran, im Hafen.
Preil (weinerlich) Nein... das ist eine Mole!
Herricht (erschüttert) Aber, Herr Preil... das ist ein schmackhaftes Getränk mit Erdbeeren drin...
Preil (zornbebend) Falsch! Das ist eine Bowle!
Herricht (widerspenstig) Auch falsch, das ist nämlich ein Seezeichen...
Preil (wird sehr böse) Das ist eine Boje!
Herricht (streitet) Ja... und da schlafen die Matrosen drin.
Preil (möchte ausholen) Das ist die Koje... Sie Schlaumeier... Ich denke, Sie haben Ahnung von der Seefahrt?
Herricht (überheblich) Ich schon...!
Preil (wütend) Das ist eine einzige Frechheit. Moment... ich habe eine Idee!
Herricht (verdreht die Augen) Ach, du liebe Zeit...
Preil (böse) Was heißt »Ach du liehe Zeit?«
Herricht (hingebungsvoll) Jetzt spielen wir wieder. Sie haben einen Hafen ! Verkaufen Schiffe... Ich muß eins kaufen...
Preil (tröstet Herricht) Nein, nicht doch. Ich hin jetzt mal irgendein Kapitän!
Herricht (sauer) Und ich irgendein popliger Matrose.
Preil (einverstanden) Gut! Wenn Sie wollen?! Ich bin also der Kapitän und liege vor Anker!
Herricht (Opposition) Vorm »Goldenen Anker« - Wieder die ganze Nacht rumgesoff...
Preil (unterbricht böse) Bitte...!! Ich liege im Hafen um zu löschen!
Herricht (wieder das letzte Wort) Den Durst!
Preil (knurrig ) Nein! Das Schiff!
Herricht (erstaunt) Das brennt wohl?
Preil Wieso denn?
Herricht (redet dummes Zeug) Es ist ein Feuerschiff!
Preil (erklärt) Das Schiff löschen, heißt das Schiff entladen. Das Schiff löschen! Ist das klar?
Herricht (zufrieden) Alles klar!
Preil (weiter erklärend) Alles Frachtgut wird entladen. Alle Säcke müssen nun von Bord.
Herricht (vorlaut) Einschließlich Kapitän!
Preil (schimpft) Bitte... Unser Frachter ist ein Schoner! Und auf diesem Schoner bin ich der Kapitän.
Herricht (maulend) Der schont sich und ich schlepp die Säcke.
Preil (beruhigt ihn) Sie sind ja noch gar nicht da!
Herricht (erfreut) Ach, ich bin noch gar nicht da? Wiedersehen...!
Preil (schnell) Moment doch mal... Sie wissen ja noch gar nicht, wo Sie hinkommen sollen.
Herricht (weiß sich zu helfen) Ich kann ja fragen... es wird ja im Hafen irgendwo so'n Schiffer rumstehen?
Preil Gut! Und den fragen Sie was?
Herricht (naiv) Na, wie gehts denn... heute schon ein bißchen geschifft?
Preil (verbessert) Nein, verdammt noch mal! Sie fragen nach der »Santa Maria«!
Herricht (verblüfft) Wer ist denn das nun wieder?
Preil Das ist mein Schiff. Das heißt so!
Herricht (voller Eifer) Ich komme jetzt... jetzt komme ich. Jetzt komme ich in den Hafen...
Preil (letzte Anweisung) Und ich bin an Bord.
Herricht (kommt und blickt sich wohlgefällig um) Schöner Hafen. Ach... ist das ein schöner Hafen!... Hallo... Sie... da...!
Preil (reagiert) Das heißt nicht »Hallo, Sie da«! Das heißt »Ahoi« zum Kuckuck!
Herricht (erstaunt) Ist gut! Ich komme nochmal...
Preil Halten Sie einen doch nicht dauernd auf!
Herricht (legt los) Hallo... Ahoi zum Kuckuck!
Preil (schreit ihn an) Nur Ahoi!
Herricht (schreit auch) Nur Ahoi! Verzeihung, sind Sie die »Tante Maria«?
Preil (schreit laut zurück) Sie suchen Heuer.
Herricht (ebenso zurück) Ja... ich suche Feuer. Richtig, hier soll's ja brennen!
Preil (nervös) Was ist los?
Herricht (hat sich alles gemerkt) Ich komme zum löschen!
Preil (dienstlich) Haben Sie überhaupt Papiere?
Herricht (ruft wieder laut) Ja, Löschpapiere!
Preil (ist es leid) Kommen Sie an Bord. Ihre erste Aufgabe wird es sein... den Anker zu lichten...
Herricht (blickt sich um) Den Anker zu sichten! Tja, Käpten... man siecht ja gar nichts.
Preil (beruhigt ihn) Sie können ihn auch gar nicht sehen. Der Anker liegt doch im Wasser.
Herricht (erstaunt) Wer hat denn den da reingelegt?
Preil (breit erklärend) Wir liegen »vor Anker«! Und Sie ziehen jetzt den Anker aus dem Wasser... mit Hilfe einer Winde.
Herricht (unterbricht) Verzeihung... mit Hilfe eines Windes!
Preil (nun auch verbessernd) Einer Winde!
Herricht (opponiert) Käpten, merken Sie nicht auch, heute bläst eine mächtige Winde!
Preil (gibt nicht auf) Das ist kein Wind, der bläst. Das ist eine Winde, die zieht.
Herricht (korrigiert sich) Ja, es zieht! Au, hier ist ja Durchzug. Man sollte die Fenster schließen.
Preil (gequält) Da sind keine Fenster! Das sind Bullaugen!
Herricht (mit Temperament) Dann müssen die Bullen die Augen schließen. Dann ist das gar kein Schiff. Dann ist das ein Rinderoffenstall!
Preil (hat nun die Faxen dicke) Marsch! Rauf in den Mastkorb!
Herricht (verblüfft) Was mache ich?
Preil (schnauzt) Marsch, in den Mastkorb.
Herricht (verblüfft, dann steigt er auf einen Stuhl) Aha ...?
Preil (kommandiert) Bis ans Ende des Mastes!
Herricht (gehorsam) Zu Befehl... ans Mastende!
Preil Was sind Sie jetzt?
Herricht 'ne Mastente!
Preil Quatsch! Ein Signalgast!
Herricht (voller Eifer) Jawohl... ein Signalmast!
Preil (fragt vorsichtig) Können Sie signalisieren?
Herricht (übermütig) Potz, Seesack und Klamauk und Mann ... oder wie das heißt. Ich kann signalistisieren!
Preil (neugierig) Signalisieren mit zwei Fahnen?
Herricht (großspurig) Von mir aus mit drei Fahnen!
Preil (borgt sich ein Taschentuch von Herricht) Geben Sie mir Ihr Taschentuch!
Herricht (kopfschüttelnd) Haben Sie wieder keins mit?
Preil (befiehlt und signalisiert) Her damit. Passen Sie auf... Na... gesehen? Und was hieß das?
Herricht (prompt) Für Fußgänger gesperrt!
Preil (schimpft und reicht Herricht, der noch auf dem Stuhl steht, die Taschentücher) Hier haben Sie die Fahnen. Und nun mal los!
Herricht (wedelt damit wie ein Stierkämpfer) Und so... und so... und links... und rechts... und beide hoch! Und wieder ab...
Preil (verblüfft) Was soll denn das heißen...?
Herricht (stolz) Ich mastiere eine wichtige Nachricht an alle Seeleute!
Preil (sehr erstaunt) Und die heißt?
Herricht (deklamiert) Es weht eine Winde mit Stärke Acht! Käpten Preil hält heut die Wacht. Und alle Schiffe haben Ruh! Machs Bulläuglein zu! Machs Bulläuglein zu!!!

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