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Die Tigerjagd

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Herrich (zeigt stolz einen Bildband) Ein schönes Buch, nicht wahr?
Preil (gibt es ehrlich zu) Muß ich sagen! Ein wirklich schönes Buch. Und die zauberhaften Fotos! Wie heißt es?
Herricht (blickt auf den Titel) «Mit der Kamera auf Großwildjagd!» Da gruselt es einen richtig.
Preil (mit plötzlichem Einfall) Eben... Reden wir doch mal über eine Safari! Besser gesagt, eine Tiger-Safari! Können Sie sich darunter etwas vorstellen?
Herricht (großspurig) Darunter stelle ich mir richtig was vor.
Preil (hinterlistig) Erzählen Sie doch mal, wie so eine Tigerjagd vor sich geht. Ich meine, bei so einem interessanten Buch?
Herricht (merkt, daß er ausgefragt werden soll) Erzählen? Ich?
Preil (schmunzelnd) Ja doch! Sie haben gesagt, Sie können sich darunter etwas vorstellen. Also... erzählen Sie!
Herricht (klopft auf sein Buch) Das können wir uns doch sparen! In dem Buch steht das alles drin.
Preil (beharrt darauf) Ich will es aber von Ihnen hören, wie Sie sich eine Tiger-Safari vorstellen.
Herricht (gutwillig) Na gut... Sie werden staunen.
Preil (ironisch) Das glaube ich auch!
Herricht (läßt sich nicht irremachen) Also, ich schleiche so durch den dunklen Tann...
Preil (schüttelt den Kopf) Tann steht bestimmt nicht in Ihrem Buch.Entweder im Urwald oder im Busch!
Herricht (sehr bestimmt) Pssst... Jetzt müssen Sie aber still sein, wir sind nämlich schon mittendrin.
Preil (interessiert) Mittendrin... wo mittendrin?
Herricht Im Busch!... Ich beginne nochmal mittendrin... Das heißt... ich beginne am besten von vorn! Und nicht unterbrechen, Herr Preil, so ein Tiger ist nämlich sehr schüchtern.
Preil (verbessert sofort) Scheu!
Herricht (unbeeindruckt, lenkt plötzlich ab) Ja, das auch. Sonst verscheuen... verscheuchen... Sie ihn noch! Also... sagen Sie, Herr Preil, kennen Sie auch so eine Tiger-Salafari?
Preil (verbessert) Tiger-Safari? Sa... nicht La...!
Herricht (bleibt dabei) Ja doch... Eine Salamifari?
Preil (ungehalten) Quatsch, was wollen Sie denn mit einer Salami?
Herricht (um keine Ausrede verlegen) Die schmeiß ich dem Tiger hin.
Preil (noch erheitert) Ach... Unsinn! Lassen Sie die Salami zu Hause!
Herricht (gibt nach) Gut! Ich lasse die Salami zu Hause. Auf Ihre Verantwortung.
Preil (unwillig) Fangen Sie nun endlich an?
Herricht (ebenso unwillig) Ich fange nun nochmal an... Das dritte Mal! So lange hat der Tiger bestimmt keine Zeit.
(nimmt eine schleichende Haltung ein) Ich schleiche also nun los...
Preil (erstaunt) Was machen Sie?
Hericht (selbstverständlich) Ich schleiche...
Preil Wo?...
Herricht (zögert etwas ratlos) Auf einem Pfad... Auf einem Schleichpfad... Ich schleiche... und schleiche... und es ist eine Hitze...
Preil (verwundert) Was ist?
Herricht (fährt unbeirrt fort) ... eine hitzende Drücke... eine drückende Hitze...
Preil (ungeduldig) Weiter...
Herricht Ich schwatze so vor mich hin...
Preil (verbessert ungehalten) Ich schwitze...
Herricht (wie in Trance) Was, Sie auch...? Ja, ja und überall diese verdammten Moskwitschs...
Preil (verbessert wieder) Moskitos!
Herricht (faselt weiter) Jaaaa, und die erst...
Preil (ungeduldig) Und wo ist der Tiger?
Herricht (nach kurzem Überlegen) Der Tiger? Ja, der kommt heute nicht!
Preil (läßt sich nicht darauf ein) Nee, nee, nee... der kommt. Plötzlich knackt es im Unterholz...
Herricht (erschrickt) Wer war das?
Preil (dramatisch) Der Tiger steht plötzlich da. Seine Lichter funkeln.
Herricht (unbeeindruckt) Ach... der ist im Auto gekommen.
Preil (ungeduldig) Menschenskind, die Augen nennt man Lichter!
Herricht (froh über die Ablenkung) So ein Blödsinn... Sagen Sie, wenn Sie müde sind: «Ich schließe meine Lichter.»
Preil (beginnt neu) Und was würden Sie nun machen, wenn plötzlich so ein Tiger vor ihnen steht?
Herricht (kommt ins Schwimmen) Was ich da mache? Da mache ich... Da mache ich mir nichts draus... ich meine, da mache ich folgendes: Ich nehme mein Gewehr...
Preil (erstaunt) Moment... wieso haben Sie jetzt ein Gewehr?
Herricht (prompt) Sie haben gesagt, ich soll die Salami zu Hause lassen.
Preil (hinterhältig) Gut! Aber nehmen wir mal an, da steht der Tiger... und Ihr Gewehr geht nicht los!
Herricht (großspurig) Eine Frage, Herr Preil. Wo steht der Tiger genau?
Preil (deutet auf eine bestimmte Stelle) Da!
Herricht (überlegt kurz) Könnte der Tiger vielleicht ein bißchen weiter nach da stehen?
Preil (ungeduldig) Von mir aus... Trotzdem... Ihr Gewehr geht nicht los!
Herricht (völlig überzeugt) Herr Preil... mein Gewehr geht los.
Preil (mit sadistischer Freude) Nehmen Sie doch bloß mal an...
Herricht (beharrlich) Das nehme ich gar nicht erst an... Mein Gewehr ist neu.
Preil (bleibt auch beharrlich) Und wenn es trotzdem nicht losgeht?
Herricht (will nicht begreifen) Dann tausch ich's um.
Preil (giftig) Natürlich... im Busch! Da tauschen Sie's um. Gegen was?
Herricht (prompt) Gegen ein Messer.
Preil (bissig) Im Busch! Und was für ein Messer?
Herricht (großspurig) Ein... Buschmesser!
Preil (überheblich) Und von wem... das Buschmesser?
Herricht (ohne nachzudenken) Von einem Buschmann!
Preil (bleibt dabei) So ein Quatsch... und inzwischen ist der Tiger weg.
Herricht (unbeeindruckt) Der wird ja mal wieder zurückkommen!
Preil (redet auf Herricht ein) Gesetzt den Fall... er steht da, der Tiger, und Ihr Gewehr geht wirklich nicht los.
Herricht (ungeheuer selbstsicher) Dann drehe ich das Gewehr um.
Preil (erstaunt) Wieso... um?
Herricht (kennt keine Gefahr) Mit dem Kloben nach oben.
Preil (verbessert lautstark) Mit dem Kolben...
Herricht (schnell) Mit dem Kolben nach dem Kloben... Und dann haue ich... dann haue ich... dann haue ich...
Preil (nun auch in Rage) Sie hauen... Sie hauen... was hauen Sie denn nun bloß?
Herricht (verliert die Fassung) Ich haue... ab.
Preil (zeigt einen Vogel) Und der Tiger hinterher.
Herricht (erschreckt) Und der Tiger hinterher...? Warum?
Preil (ungeduldig) Warum, warum, warum...? Weil der Tiger ein Raubtier ist.
Herricht (verzweifelt) Kann er ja. Mich kriegt er nicht.
Preil (lacht schallend) Und wie der Sie kriegt.
Herricht (großartig) Gegen mich ist der Tiger ein lahmer Hund!
Preil (schadenfroh) Wetten... daß er Sie kriegt.
Herricht (trotzig) Wetten... daß er mich nicht kriegt?
Preil (erstaunt) Wieso?
Herricht (unerschüttert) Ich laufe ja im Zick-Zack!
Preil (giftig) Und der Tiger im Zick-Zack hinterher...
Herricht (bockig) Kann er ja... Wenn ich auf «Zick» bin... ist der auf «Zack»!
Preil (verbissen) Irrtum!!
Herricht (in Nöten) Dann wird ja wohl irgendwo ein Baum in der Nähe sein?
Preil (willigt ein) Gut, ein Baum... und...??
Herricht (aufgeregt) Dann klettere ich auf den Baum rauf!
Preil (boshaft) Und der Tiger hinterher... !
Herricht (verblüfft) Und der Tiger hinterher?
Preil (belehrt) Der Tiger ist ein Klettertier.
Herricht (verzweifelt) Der Tiger ist ein Kleckertier?
Preil (ungeduldig) Ein Klettertier...
Herricht (zappelig) Dann kleckre... klettre ich auf einen Ast.
Preil (mit großem Tempo) Und der Tiger hinterher.
Herricht (aufatmend) Dann verstecke ich mich hinter einem Blatt...
Preil (blitzschnell) Und der Tiger hinterher!!
Herricht (letzte Möglichkeit) Dann springe ich eben runter, und der Tiger ist oben...! Bää!!!!
Preil (freudig) Nichts «Bäää»... der Tiger springt hinterher... Ihnen ins Genick und hat Sie.
Herricht (erschöpft und sehr böse) Herr Preil... sind Sie nun mein Freund oder der Freund vom Tiger?
Preil (will Herricht aufhalten) Wo wollen Sie denn hin, Herr Herricht?
Herricht (trotzig) Nach Hause! Meine Salami holen.

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