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Das Schachspiel

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Preil (kommt vor Herricht auf die Bühne) gefolgt Sagen Sie mal, Herr Herricht, was bringen Sie denn da nun schon wieder an?
Herricht (stellt ein Schachtischchen vor Preil hin) Einen Tisch... ein Tischchen... ein »Spieltischchen...«!
Preil (schmunzelnd) Und Sie wissen, was das ist?
Herricht (großartig) Das ist ein Bettspiel, err Preil, welches ich soeben käuflich erworben habe.
Preil (erstaunt) Moment, was ist das?
Herricht (erklärt wichtigtuerisch weiter) Ein Bettspiel, das schon die Alten ohne ihre Pfarrer gespielt haben...
Preil Moment mal, langsam, langsam. Das ist kein Bettspiel, sondern ein Brettspiel! Und das haben auch nicht die Alten ohne die Pfarrer, sondern die alten Pharaonen gespielt!
Herricht Ich weiß... ich weiß, Herr Preil. ich kenn' mich doch aus in der Mysto lolololo gie! Und eben die saßen nämlich immer zu Füßen einer Pyramidon...
Preil (unterbricht abrupt) Nein... die saßen nicht zu Füßen einer Pyramidon, sondern am Fuß einer Pyramide.
Herricht (naseweiß) Ja, ich weiß, ich weiß... und das war für sie dann ein Mirakel.
Preil (ungehalten) Ein Orakel!
Herricht (mißbilligend) Aber Herr Preil... Wenn Sie alles besser wissen, dann brauche ich Ihnen das ja nicht mehr zu erklären.
Preil (lenkt ein) Also guuuut! Schwamm drüber...
Herricht (erstaunt) Wieso, ist doch sauber...!
Preil Ich meine, erledigt, Papierkorb!
Herricht (verständnislos) Warum denn immer gleich alles in den Papierkorb werfen? Und außerdem paßt es da auch gar nicht rein...
Preil (unterbricht kurzerhand) Sie spielen also Schach?
Herricht (brav) Ja, ich spiele... Wie bitte? Was spiele ich...?
Preil (streng) Ich habe gesagt: Sie spielen also Schach?
Herricht (erstaunt, gleichzeitig aber auch erheitert) Wie kommen Sie denn darauf?
Preil (ungeduldig) Weil das hier ein Schachspiel ist!
Herricht (prompt) Ach, das ist ein Schachspiel...? Jaaaa, dann ist das natürlich etwas anderes. Dann spiele ich selbstverständlich Schach.
Preil (erklärt nochmals) Dann wissen Sie also auch, daß das ein sogenanntes Brettspiel ist, mit dem schon die alten Pharaonen, die alten Syrer und die alten Inder spielten...
Herricht (treu und brav) Ja, ja, die Alten! Mit was die so alles spielten! Und die spielten gern damit...
Preil (nervös) Und zwar schon vor 2000 Jahren...
Herricht (gibt sich klug) Und wie gern... wie bitte...?
Preil (wiederholt) Vor rund 2000 Jahren wurde schon auf diesem Schachbrett gespielt!
Herricht (ist sehr beeindruckt) Donnerwetter... sieht man dem Ding gar nicht an. 'n Material... was?
Preil (streng, belehrend) Das ist ein ernsthaftes Spiel, Herr Herricht, bitte!
Herricht Danke, jawohl! Man spielte sehr ernsthaft damit...
Preil Und Sie spielen also auch Schach?
Herricht Jawohl! Auch sehr ernsthaft...!
Preil Gut, freut mich. Wollen wir 'ne kleine Partie wagen?
Herricht (eifrig) Warum nicht, Herr Preil! Wer wagt - gewinnt! Ich bin ja kein Schachverderber... kein Spielverderber.
Preil (beginnt die Figuren fachgerecht aufzustellen) Na dann mal los! Bitte aufstellen!
Herricht (zögert und beobachtet Preil krampfhaft aus den Augenwinkeln, um ihm dann alles nachzumachen. Er stellt nach Preils Vorbild seine Figuren auf.)
Preil (beginnt) Ich nehme Schwarz! Und Sie nehmen Weiß!
Herricht Ist ja klar! Jeder, was er wert ist.
Preil (wird böse) Also, bitte... Ich sagte ernsthaft!
Herricht (stutzt) Herr Preil...
Preil Was ist?
Herricht (beeindruckt) Herr Preil...
Preil (unwillig) Ja doch... was haben Sie denn...?
Herricht (etwas verzweifelt) Wir können nicht anfangen...
Preil (verblüfft) Wieso können wir nicht anfangen...?
Herricht (nervös) Ich habe etwas vergessen.
Preil (erstaunt) Was haben Sie vergessen?
Herricht (kleinlaut) Die Würfel!
Preil (böse) Na na na na... Ich sagte, es ist ein ernsthaftes Spiel!!!!
Herricht (zerknirscht) Wirklich, Herr Preil! Ernsthaft! Ich habe die Würfel vergessen.
Preil (aufgebracht) Menschenskind, zum Schach braucht man doch keine Würfel.
Herricht (maßlos erstaunt) Sooo? Dann spielen Sie das hier anders.
Preil (wütend) Los jetzt... aufstellen!
Herricht (wiederholt und unterbricht dann erstaunt) Los jetzt... jawohl. Aufstellen. Sagen Sie mal... Herr Preil... wie stellen Sie denn Ihre Figuren auf?
Preil (erstaunt) Wieso denn? Wie meinen Sie das?
Herricht Na ja, alles so an den Rand?
Preil (unwirsch) Das muß man doch!
Herricht (erstaunt) Das muß man? Dann bleibt ja für die Mitte gar nichts übrig?
Preil (ungehalten auf Herrichts Figuren deutend) Stop mal, was machen Sie denn da? Das ist ja alles bunt durcheinander.
Herricht (naiv) Dann sieht's nicht so eintönig aus.
Preil (erregt sich) Was ist denn mit Ihren Bauern los? die stehen ja alle auf einem Haufen!
Herricht (um keine Ausrede verlegen) Na ja! Produktionsbesprechung.
Preil (faucht Herricht böse an) So ein Unsinn! Und Ihre Türme?
Herricht (erschrocken) Meine Türme? Ich habe Türme?
Preil Ich sehe bei Ihnen keinen einzigen Turm!
Herricht (spitzbübisch, versteckte Anspielung auf die Wachtürme an der Grenze) Getarnt... Herr Preil... getarnt! Daraus lasse ich Sie beobachten...!
Preil (erregt sich immer mehr) ... und die Läufer? Wo sind die Läufer?
Herricht (pfiffig, blickt suchend unter die Tischplatte) Wo sind die Läufer? Ja wo sind sie denn? Wo laufen sie denn... Herr Preil braucht einen Läfer? Wollen Sie'n Bier holen lassen?
Preil (zornig) Ich meine die Läfer-Figuren. Wo haben Sie die, Donnerwetter...!
Herricht Ach, die Läufer-Figuren? Ja, die habe ich in der Tasche. Donnerwettet.
Preil (verblüfft) Wieso in der Tasche?
Herricht (überlegen tuend) Tja... die spiel ich immer als letzten Stich aus!
Preil (knurrig) Was ist denn das bloß wieder für eine Regel? Und was ist mit Ihrer Dame?
Herricht (höflich) Ach, danke der Nachfrage! Die hatte jetzt gerade... ich meine, die Grippe hatte sie jetzt gerade... Aber es geht schon wieder besser...
Preil (giftig) Sagen Sie mal, wollen Sie mich nicht verstehen. Ich meine doch die Figur!
Herricht (begeistert) Ach, die Figur? Ohhh! Ausgezeichnet! Taille 60, obenrum 110... und...
Preil (initiativ) Schluß jetzt mit dem Blödsinn. Wir fangen an.
Herricht (fixiert Preil, um nichts falsch zu machen)
Preil (merkt es) Was starren Sie mich denn so an? Machen Sie lieber einen Zug!
Herricht (verblüfft) Wie bitte?
Preil (schnauzt) Sie sollen einen Zug machen!
Herricht (schüttelt den Kopf) Ich soll jetzt einen Zug machen? Ich denke, wir spielen Schach?
Preil (ungeheuer nervös) Ja doch! Das gehört doch dazu.
Herricht (gibt kopfschüttelnd nach) Ach, das gehört dazu... der Zug? Aha!?
Preil (schnauzt) Wird es nun bald? Machen Sie jetzt einen Zug... oder nicht?
Herricht (resigniert) Gut! Mache ich jetzt einen Zug oder nicht! Auf Ihre Verantwortung...
Herricht (traut sich noch nicht. Dann überwindet er sich und macht plötzlich eine Lokomotive nach) Tsch... pff... tsch... pff... Uuuhhhuuuuu.
Preil (zuckt zusammen und brüllt ihn an) Hören Sie auf. Was soll denn der Schwachsinn? Sie sollen mit dem Spiel beginnen... also den ersten Zug machen... Verstanden? Ist denn das so schwer?
Herricht (eifrig dabei und brüllt auch los) Überhaupt nicht. Sie werden staunen, wie ich jetzt schachern werde! Kontra!!
Preil (hitzig) Wieso denn... was denn für'n Kontra?
Herricht (zeigt selbstbewußt auf Preils König) Na dem Dingsda!
Preil (verbessert wütend) Der Dingsda ist der König.
Herricht (ebenso hitzig) Gut! Dann dem König aus Dingsda!
Preil (hetzt weiter) Nein, das ist auch falsch. Das ist der »Vetter aus Dingsda«!
Herricht (eilfertig) Gut, dann dem fetten König aus Dingsda...!
Preil (winkt resignierend ab und beginnt sozusagen das Spiel) Hören Sie auf mit den Albernheiten. Setzen Sie gefälligst erst mal Ihre Bauern ins Feld.
Herricht (rückt und schiebt an seinen Bauern herum) Natürlich! Gern! Meine Bauern müssen aufs Feld!An die Arbeit! An die Arbeit! Die Ernte ruft!
Preil (wütend) So ein Unsinn! Sehen Sie her... Ich mache jetzt einen sehr gewagten Zug. Ich setze meinen Bauern, hier, vor Ihr Pferd!
Herricht (verbessert freundlich lächelnd) Auf mein Pferd, Herr Preil. Auf... mein Pferd.
Preil (schnauzend) Nein! Vor Ihr Pferd! Was machen Sie jetzt?
Herricht (unentschlossen) Ich? Was ich jetzt mache? Tja... was macht man denn da so?
Preil (ungeduldig) Ja, was machen Sie jetzt?
Herricht Ich würde erst mal sagen: Nichts!
Preil Sie müssen doch etwas unternehmen! Bleibt das Pferd da stehen?
Herricht (verwirrt) Natürlich! Das steht doch da so friedlich.
Preil (rigoros) Es ist nicht zu fassen! Also schön! Dann schlage ich es!!!
Herricht (fährt zusammen) Wwwas... machen Sie?
Preil (aggressiv und beharrlich) Ich schlage jetzt Ihr Pferd!
Herricht (böse) Herr Preil! Sie Tierquäler! Wenn Sie mein Pferd schlagen... Dann nehme ich hier meinen dicken fetten König aus »Dingsda« und dann schlage ich... schlage ich... schlage ich...
(Er schlägt alle Figuren um) alles um...!
Preil (rauft sich die Haare und verläßt eilig die Bühne) Ich gebe es auf...
Herricht (beglückt) Sie geben auf? Dann habe ich ja gewonnen!
(Klemmt das Brett unter den Arm und eilt freudestrahlend hinterher) Gewonnen... Gewonnen...!!!!!

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