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Der Bleistift

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Preil (geht eilig über die Bühne)
Herricht (eilt hinterher und winkt mit einer Rätselzeitung) Hallo... Herr Preil! Warten Sie doch mal...!
Preil (dreht sich abwartend um) Wo brennt's denn? Was haben Sie denn?
Herricht (zeigt seine Rätselzeitung) Den Troll. Das ist eine Rätselzeitung. Ich rate doch leidenschaftlich Rätsel. Könnten Sie mir mal sagen...
(Er blickt in die Zeitung) Ein Fischereifahrzeug mit sechs Buchstaben?
Preil (bleibt freundlich) Mit sechs Buchstaben? Fischereifahrzeug...? Was haben Sie denn schon?
Herricht (blickt wieder in die Zeitung) Ein K, dann einer frei, dann zwei Ts, und zum Schluß ein R!
Preil (überheblich) Lieber Freund, einfacher geht es wirklich nicht. Das ist ein Kutter!
Herricht (begeistert) Herr Preil, das stimmt! Wie Sie das so schnell rausbekommen haben... Ich staune. Ich habe von Kollegen gehört, Sie seien ein Rätselgenie! Sie würden jedes Rätsel lösen! Stimmt das?
Preil (macht auf bescheiden) Na ja... das ist wie immer Übertreibung. Aber in gewisser Hinsicht gelingt es mir schon. Es ist sozusagen mein Hobby!
Herricht (voller Bewunderung) Ihr Hobby... das ist schön. Tja... das glaube ich bloß nicht ganz.
Preil (etwas pikiert) Wieso glauben Sie das nicht ganz?
Herricht (listig) Na ja, nur so! Ich möchte das direkt mal probieren.
Preil (erstaunt) Was, mir ein Rätsel aufgeben? Das sollten Sie ruhig probieren.
Herricht (provoziert) Sie lösen wirklich jedes Rätsel?
Preil (überheblich) Ihres bestimmt!
Herricht (wird munter) Ist in Ordnung! Herr Preil, ich gebe Ihnen ein Rätsel auf. Und zur Belohnung, wenn Sie es herausbekommen, kriegen Sie von mir... na, sagen wir... eine Mark!
Preil (amüsiert) Eine Mark?
Herricht (wiederholt das Angebot) Ene ganze Mark!
Preil (einverstanden) Die werde ich mir gewinnen!
Herricht (beginnt) Ist in Ordnung! Passen Sie auf... Es ist so hoch...
Preil (einfallend) Das ist...
Herricht (fährt unbeirrt fort) Moment... eine Kleinigkeit noch!
Preil Was denn noch...?
Herricht (mit größter Freundlichkeit) Wenn Sie's nicht erraten... ich meine nicht gewinnen... dann müßten Sie auch...
Preil (sofort einverstanden) Dann müßte ich auch etwas bezahlen. Na ja... auch 'ne Mark!?
Herricht (winkt ab) Nein, nein... das hat keinen Reiz. Sagen wir fünfzig Mark!
Preil (verblüfft) Oh... wieso so hoch?
Herricht (erklärt) Herr Preil, Sie sind als Rätselkönig berühmt, und dann eine Mark! Das hätte doch keine Spannung für Sie. Und abgesehen davon... Sie raten ja sowieso jedes Rätsel... also, was soll's. Kein Risiko!
Preil (überzeugt) Also gut. Fünfzig Mark!
Herricht (macht Preil den Mund wäßrig) Die eine Mark haben Sie garantiert gewonnen, und somit brauchen Sie ja die fünfzig Mark auch nicht zu bezahlen! Klar
Preil (stimmt zu) Alles klar! Es kann losgehen!
Herricht (beginnt und deutet mit den Armen an) Also passen Sie auf...: Es ist so hoch! Es ist so breit! Hat eine Schnauze! Zwei Ohren! Vier Beine... Einen Schwanz...
Preil (unterbricht lachend) Hören Sie auf. Geben Sie die Mark her... Das ist ein Hund!
Herricht (unterbricht) Ach. I wo. Es kommt noch schwerer. Schön aufpassen... So hoch... So lang... So... nein so...! Zwei Ohren, Schnauze, Schwanz, vier Beine... bellt und sieht braun aus..
Preil (erheitert) Ist 'n brauner Hund!
Herricht (sehr bestimmt) Nee, die Zeiten sind vorbei...! Also, noch mal...: Zwei Ohren, Schnauze, Schwanz, vier Beine, sieht braun aus... und es fliegt!
Preil (bleibt heiter) Ein fliegender Hund!
Herricht (macht auf ungeduldig) Herr Preil, Sie müssen mich nicht dauernd unterbrechen. Ich bin ja noch gar nicht fertig. Es fliegt... Im Herbst fliegt es weg. Hat immer noch zwei Ohren, vier Beine... sieht immer noch braun aus...! Im Frühling kommt es wieder, da hat es nicht mehr zwei Ohren, da hat es vier Ohren... hat  nicht mehr vier Beine, sondern acht Beine, und außerdem sieht es nicht mehr braun aus, sondern... lila! So... was ist das?
Preil (beginnt furchtbar zu eiern) Ja... also... nun, warten Sie mal... also... da würde ich sagen... sieht lila aus... das ist... wie gesagt... das wäre das erste mal, daß mir das passiert...
(Er holt zögernd aus der Tasche den 50-Mark-Schein und gibt ihn Herricht.) Tut mir leid, ich weiß es nicht, hier haben Sie die fünfzig Mark...
Herricht (steckt das Geld ein) Vielen Dank. Das hätten wir.
Preil (schnell) Moment mal, Herr Herricht! Sagen Sie mir noch, was das eigentlich ist?
Herricht (verschmitzt) Was das ist...?
Preil (beharrlich) Ja, was das ist!
Herricht (drückt ihm die Mark in die Hand) Hier haben Sie die Mark! Ich weiß es auch nicht!
Preil (starrt verdattert die Mark in seiner Hand an, fängt sich dann aber) Mein lieber Freund, Sie sind mir ja ein Spitzbube... Aber, ich möchte Ihnen etwas dazu sagen...
Herricht (grinsend) Nur zu, Herr Preil. Aber Sie müssen zugeben, es war alles korrkt.
Preil (will den Verlust ausbuegeln) Ja, das schon. Nur muß ich sagen, diese Art der Raetsel gefällt mir eigentlich nicht.
Herricht (betrachtet die 50 Mark noch mal) Mir schon!
Preil (gibt süßsäuerlich nach) Ich freue mich ja auch über die Mark, die ich gewonnen habe.
Herricht (grinsend) Ich über die fünfzig auch!
Preil (fährt fort) Das kann ich mir vorstellen. Aber etwas gefällt mir nicht an Ihrem Rätsel.
Herricht (erstaunt) Was denn nun wieder...
Preil (mit leicht unzufriedenem Unterton) Na ja... daß es so primitiv ist.
Herricht (tut erstaunt) Aber nicht doch. Wieso denn?
Preil (beginnt zu nörgeln) Ja, wirklich... Ich liebe Rätsel, die etwas intellektuell sind!
Herricht (wehrt sich) War doch aber ganz schnell!
Preil (verbessert) Nicht ganz schnell! Ich sagte intellektuell. Wo man seinen Verstand einsetzen muß.
Herricht (erstaunt) Und sowas kennen Sie?
Preil (stolz) Ja... sowas kenne ich! Soll ich Ihnen mal ein solches Rätsel zeigen...?
Herricht (gelassen und mit Spott) Na bitte! Dann lern' ich doch wieder etwas von Ihnen! Ich bin ganz Ohr!
Preil (beginnt) Also, passen Sie auf. Erst einmal eine kleine Spielregel. Die muß ja sein!
Herricht (gelangweilt) Muß sein!
Preil (beschreibt die Spielregel sehr genau) Ich stelle einige Fragen an Sie, die Sie mir beantworten werden.
Herricht (ganz konzentriert) Ja! Verstanden!
Preil (weiter fortfahrend) Weder mit »Ja« noch mit »Nein«... sondern mit einem ganz speziellen Wort, das wir noch festlegen werden.
Herricht (bestätigt wieder) Ja! Hab' ich auch verstanden!
Preil So, nun aufgepaßt! Jetzt geht es natürlch auch um einen finanziellen Einsatz!
Herricht (lauernd) Ach, das ist ja interessant! Herr Preil, ich habe aber gar kein Geld bei mir!
Preil (erstaunt) Sie haben doch eben fünfzig Mark gewonnen?
Herricht (vergeßlich spielend) Die hatte ich ja völlig vergessen. Gut! Die werde ich dann nehmen. Aber nicht alles!
Preil (beschwichtigend) Aber woher denn. Das werden wir auch noch festlegen. Ich gebe nun fünf Mark in die Spielkasse...
(legt fünf Mark an den Fuß des Mikrofons)
Herricht (ist dabei) Dann gebe ich natürlich auch fünf Mark in die Kasse!
(legt auch fünf Mark an das Mikrofon)
Preil (erstaunt) Dann sind das zuasammen zehn Mark...! Ich denke Sie hatten kein Geld?
Herricht (nicht in Verlegenheit zu bringen) Muß mir meine Frau in die Tasche gesteckt haben. Das wird mein Taschengeld sein.
Preil (zufrieden) Also schön. Wenn Sie sich einmal versprechen...
Herricht (aufmerksam) Ja. Verstanden!
Preil (weiter) ... und nicht mit dem »speziellen Wort«, das wir noch festlegen werden... antworten, habe ich gewonnen, und der Einsatz gehört mir!
Herricht (stereotyp) Ja. Verstanden!
Preil (intensiv) Halten Sie aber konsequent durch, zwei Minuten mit dem »speziellen Wort« zu antworten - ohne sich zu versprechen... dann gehören diese zehn Mark Ihnen.
Herricht (reibt sich vergnügt die Hände) Schon gewonnen!
Preil (winkt ab) Abwarten.
Herricht (eilig) Ich halte durch. Ich bin ein ausgesprochener Durchhalter! Jetzt das Wort? Mikrofon!
Preil (wehrt ab) Ach was! Nicht so ein langes Wort, und außerdem haben Sie es immer vor dem Gesicht. Etwas Kürzeres...!
Herricht (holt aus der Tasche einen winzigen Bleistiftstummel) Was Kürzeres habe ich nicht.
Preil (starrt auf den Stummel) Was ist denn das?
Herricht (ernsthaft) Das ist ein Bleistift!
Preil (wundert sich noch) Und warum ist der so kurz?
Herricht (albern) Weil ich damit immer lange Briefe geschrieben habe...
Preil (kopfschüttelnd) Von mir aus. Also unser »Wort« heißt Bleistift...! Aber nicht einmal versprechen!
Herricht (drängelt) Nicht einmal versprechen. Wir können anfangen!
Preil (mit Bedacht) Gut, wir fangen an.
Herricht (quengelig) Ja doch! Wir könnten schon längst fertig sein...!
Preil (holt zur ersten Frage aus) Erste Frage! Was essen Sie sonntags am liebsten?
Herricht (strahlend) Bleistift!
Preil (intensiv) Was schenken Sie Ihrer Frau zum Geburtstag?
Herricht (grinst Preil frech an) Bleistift!
Preil (noch  eindringlicher) Zweite Frage: Wie würden Sie Ihren Sohn taufen, so Sie einen hätten?
Herricht (kann sich vor Freude kaum bremsen) Bleistift!
Preil (setzt groß an) Herr Herricht, Sie kennen das Spiel?
Herricht (treuherzig) Nein...
Preil (mit schadenfrohem Lacher hebt er das Geld auf) Hahahahaha. Reingefallen. Und nun sind das meine zehn Mark!
Herricht (wehrt sich) Moment... Moment... Warten Sie doch mal, Herr Preil! Herr Preil, und nun machen wir das noch mal.
Preil (verwundert) Was? Noch mal?
Herricht (läßt nicht locker) Ja, noch mal. Sozusagen als Revanche!
Preil (lehnt energisch ab) Das geht nicht!
Herricht (bleibt dabei) Natürlich geht das. Wir machen das doch jetzt umgekehrt. Jetzt befrage ich doch Sie!
Preil (unmutig) Nein... das geht nicht! Ich kenne doch den Trick, und ich würde doch nicht darauf reinfallen.
Herricht (redet auf Preil ein) Doch, das geht! Sie brauchen doch nur zu antworten mit dem Wort »Bleistift«!
Preil (wütend) Donnerwetter noch mal! Sind Sie denn nicht zu belehren? Ich falle nicht darauf rein.
Herricht (bohrt weiter) Und wieder mit dem gleichen Wort. Wieder mit Bleistift...
Preil (gibt nach) Also gut! Wie sie wollen! Aber machen Sie mir nachher keine Vorwürfe.
Herricht (überzeugend) Das würde ich doch nie wagen!
Preil (geht nun hart ran) Außerdem würde ich sagen, wir erhöhen die Preise.
Herricht (erfreut) Ich habe ja noch die fünfzig Mark...
Preil (gibt sein Geld) Gut, dann gebe ich auch fünfzig Mark! Die sollen Sie verlieren. Sie Dickschädel. Und diese zehn Mark noch drauf! Jetzt haben wir 110 Mark...
Herricht (unbeirrt) 110 Mark... zwei Minuten! ... nicht versprechen! Und immer schön Bleistift!
Preil (ungeduldig) Jaaa! Ich weiß es doch!
Herricht (beginnt mit Tempo) Herr Preil... Was schenken Sie Ihrer Frau zu Weihnachten?
Preil (gelangweilt) Bleistift!
Herricht (schnell) Was essen Sie am liebsten?
Preil (seelenruhig) Bleistift!
Herricht (hinterhältig) Herr Preil, wie würden Sie ein Mädchen, so Sie eines hätten, es wohl nennen?
Preil (sehr überzeugt) Bleistift!
Herricht (fast lüstern) Herr Preil... was ist Ihnen eigentlich lieber, das Geld oder der Bleistift?????
Preil (sehr aufgeräumt) Bleistift!
Herricht (reicht ihm sofort den Stummelbleistift) Bitte schön... da ham'sen!
(reißt blitzschnell die 110 Mark an sich und rennt lachend von der Bühne)
Preil (bleibt, wie schon gewohnt, allein zurück)

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