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Herricht und Preil kommen, sich gemütlich unterhaltend und untergehakt, auf die Bühne.

Preil (besorgt) ... was machen Sie denn für ein Gesicht? Haben Sie Kummer, haben Sie Sorgen...? Kann ich Ihnen irgendwie helfen?
Herricht (klagt sein Leid) Ja, Herr Preil, heute könnten Sie mir wirklich einmal helfen! Wissen Sie hier in der Nähe vielleicht ein Milchgeschäft?
Preil (erheitert) Seit wann trinken Sie denn Milch?
Herricht (klärt Preil sofort auf) Nein, nein... ich trinke keinen Schluck Milch. Ich will nämlich indische Butter kaufen.
Preil (verwundert) Bitte... was?
Herricht (deutlicher) Indische Butter!
Preil (ungläubig) Indische Butter?
Herricht (erklärt) Wissen Sie, meine Schwester hat nämlich Geburtstag, wünscht sich indische Butter, und nun habe ich leider den Laden vergessen!
Preil (hilflos) Das kann ich Ihnen auch nicht sagen... Aber ich gehe jetzt einkaufen, kommen Sie mit, vielleicht fällt es uns unterwegs ein!
Herricht (begeistert) Au jaaaa!
Preil (fährt fort) Ich will nämlich in einen Antiquitätenladen!
Herricht (mit einem erschreckten Ausruf) Haaaa...!!
Preil (ungehalten) Was ist denn los?
Herricht (eifrig) Das war's...!
Preil (erstaunt) Was war?
Herricht (sofort) Das Milchgeschäft.
Preil (irritiert) Wieso denn? Ich habe nur gesagt, ich muß in einen Antiquitätenladen!
Herricht (mit dem gleichen erschreckten Ausruf) Haaaa!
Preil (schimpft) Was soll denn das? Was erschrecken Sie mich denn so?
Herricht (voller Eifer) Da war's schon wieder.
Preil (verwundert) Was war schon wieder?
Herricht Das Milchgeschäft! Wo es indische Butter gibt. Antimitätenladen.
Preil (konsterniert) Aber nicht doch... Antiquitätenladen! Und da gibt es keine indische Butter - da gibt es höchstens...
(schlägt sich an die Stirn, lachend) O Gott... jetzt weiß ich erst, was sich Ihre Schwester zum Geburtstag wünscht. Einen indischen Buddha!
Herricht (beharrt) Aber, Herr Preil! Das habe ich ja die ganze Zeit gesagt.
Preil (schimpft) Nein! Sie haben indische Butter gesagt. Hören Sie denn nicht den Unterschied? Indischer Buddha!
Herricht (bockbeinig) Na ja, Sie sprechen das garantiert indisch aus!
Preil (zornig) Na, na, na... Also, ein Buddha, das ist eine Figur...
Herricht (will recht behalten) Jaaaa! Butter ist gut für die Figur.
Preil (laut) Nein!!!
Herricht (beschwichtigend) Regen Sie sich doch nicht auf. Mir ist ja Margarine auch lieber!
Preil (nachgebend) Also, was ist? Wollen Sie nun eine indische Tempelfigur kaufen oder nicht?
Herricht (behutsam) Verzeihung, Herr Preil... Ich sagte eine Buddha-Figur!
Preil (schüttelt den Kopf) Ich habe Sie ja verstanden. Aber so ein indischer Buddha ist sehr teuer.
Herricht (eifrig) Für meine Schwester ist mir nichts zu teuer.
Preil (bremst) Dann wissen Sie sicher, was so ein Buddha kostet?
Herricht (großartig) Tja... also, da muß man schon mit... na ja, oder vielleicht auch nur die Hälfte... also, ehrlich... ich weiß es nicht!
Preil (weiß es genau) Mit 100 Mark müssen Sie rechnen.
Herricht Tja, da muß man... rechnen! 100 Mark? Donnerwetter! Hab' ich ja gar nicht!... Herr Preil...
Preil (ahnt etwas) Ich höre...?
Herricht (in der Klemme) Herr Preil... haben Sie 'ne Schwester?
Preil (wird aufmerksam) Natürlich!
Herricht Haben Sie auch 100 Mark?
Preil (begreift langsam) Natürlich!
Herricht (bohrt weiter) Könnten Sie mir vielleicht diesen geringfügigen Betrag zum Erwerb einer indischen Stempelfigur leihweise überlassen?
Preil (ernsthaft) Nein! Das geht leider nicht!
Herricht (ablenkend) Aber dann erklären Sie mir doch bitte einmal diese Figur.
Preil (quält sich eine etwas dubiose Erklärung ab) Ein Buddha... das ist eine Tempelfigur. Diese Figur wird von den Gläubigen angefleht. Er möge ihnen etwas Gutes zukommen lassen. Zum Beispiel...?
Herricht (schnell) Ein Pfund Butter.
Preil (zornig) Nein!
Herricht (versucht zu begreifen) Tja, dann geht es eben nicht. Ist auch nicht so wichtig. Sie geben mir das Geld also nicht?! Das hab' ich mir schon gedacht. Vielen Dank. Auf Wieder...
Preil (bleibt dabei) Nicht böse sein. Ich sammle doch selber Antiquitäten, und dazu brauche ich die 100 Mark.
Herricht (etwas pikiert) Ach ja? Sie sammeln auch? Und was, wenn man fragen darf?
Preil (zeigt eine alte Taschenuhr) Schauen Sie... hier! Das ist eine Uhr. Und das ist zum Beispiel eine Antiquität. Es ist eine uralte Uhr.
Herricht (nicht sehr interessiert) Das sieht man aber auch.
Preil (warnt ihn) Bitte! Wie nennt man solche alten Uhren noch?
Herricht (boshaft) Zwiebeln?
Preil (ungehalten) Quatsch! Das ist ein Taschenchronometer aus dem Jahre 1862!
Herricht (erstaunt) Und geht noch?
Preil (erklärt weiter) Ja, natürlich, die läuft ja auf Steinen!
Herricht (naseweis) Aha! Aus der Steinzeit!
Preil (erklärt mit großer Würde) Es gibt da noch sensationellere Exemplare. Kennen Sie das »Nürnberger Ei«?
Herricht (verwundert) Was für'n Ding?
Preil (wiederholt) Das »Nürnberger Ei«!
Herricht Nürnberg?.. Nürnberger Ei?... Ja, ja, ja... jetzt weiß ich es. Das ist von diesem Klumbumbus?
Preil (perplex) Bitte, was?
Herricht (sehr schlau) Na, von diesem... der hat doch Indien entdeckt.
Preil (verbessert) Der Mann hieß nicht Klumbumbus, sondern Columbus, und er entdeckte nicht Indien, sondern er entdeckte Amerika!
Herricht (vorschnell) Mit dem Ei?!
Preil (regt sich auf) Nein!
Herricht (schnell) Mit der Zwiebel?
Preil (laut werdend) Mit der »Santa Maria!«
Herricht (verblüfft) Ach, mit der »Tante Maria«...
Preil (erklärt ungehalten) Mit der »Santa Maria«, und die »Santa Maria« war sein Segelschiff, und damit wollte er Indien entdecken... Er entdeckte aber... was?
Herricht (schnell) Nürnberg!
Preil (erbost) Nein!!! Er entdeckte Amerika!
Herricht (stimmt zu) Aha!
Preil (fährt unbeirrt fort) Und da er glaubte, er sei in Indien... nannte er die ersten Einwohner, denen er begegnete... na, wie?
Herricht (treu und brav) Buddhas!
Preil (eindringlich) Indianer!
Herricht (großartig) Ach ja! Richtig! Da kenne ich mich aus. Da gibt es ja verschiedene... da gibt es zum Beispiel...: Die Apatischen.
Preil (verbessert) Nein... diese Indianer heißen die Apachen!
Herricht (unverbesserlich) Genau... diese! Und da gibt's noch die Ultras!
Preil (entsetzt) Bitte?
Herricht (überlegt krampfhaft) Ich meine die »Biox Ultras«.
Preil (entnervt) Die Sioux...
Herricht (verbessert sich schnell) Die Sioux... Ja, die Siox-Indianer. Und dann gibt's noch die Pyrenäen...
Preil (hat sich verhört) Wie bitte?
Herricht (wiederholt treuherzig) Pürenäen...
Preil (verbessert etwas ungehalten) Nein... Das ist ein Gebirge! Was Sie meinen, sind die Pygmäen. Und das sind keine Indianer, sondern Buschmänner!
Herricht (wissend) Weiß ich... die leben im Busch!
Preil (bestätigt) So ist es!
Herricht (zählt auf) Und die tragen Buschmesser!
Preil (stutzt etwas) So ist es!
Herricht (wieder) Und tragen Buschhemden!
Preil (wird vorsichtig) Mitunter!
Herricht (unbeirrt) Ja, auch mit Unterhemden!
Preil (unwirsch) Was soll denn der Unsinn?
Herricht (im Redefluß) Und die klopfen immer drauf.
Preil (erstaunt) Wo drauf?
Herricht (neunmalklug) Auf den Busch!
Preil (ungeduldig) Hören Sie bitte mit dem Blödsinn auf.
Herricht (ist nun mal im Zug) Und ein Vorfahre hieß Wilhelm!
Preil (höchst erstaunt) Was für'n Wilhelm?
Herricht (überzeugt) Wilhelm Busch!
Preil (beendet den Disput) So was Blödsinniges. Wo war ich stehen geblieben?
Herricht (nervt) Sie wollten mir 100 Mark geben.
Preil (konsequent) Nein... das wollte ich nicht! Sie haben ja doch keine Ahnung von Antiquitäten.
Herricht (treuherzig) Das würde ich nicht sagen!
Preil (fragt ihn ab) Gut! Also, wie sieht zum Beispiel ein Buddha aus?
Herricht (ohne nachzudenken) Ich würde sagen... ziemlich indisch!
Preil (schüttelt verzweifelt den Kopf) Sehen Sie mal, ein Buddha sitzt so da.
(demonstriert die Haltung eines sitzenden Buddhas) Die Beine untereinandergeschlagen und die Arme und die Hände soooo erhoben. Und warum?
Herricht (albern) Der war vielleicht mal Kellner?
Preil (ungehalten) Das ist doch Unsinn! Der sitzt immer so da. Nämlich zur Meditation!
Herricht (verblüfft) Wozu?
Preil (bedeutend) Zur Meditation!
Herricht (gibt sich wissend) Ah ja! Weiß schon!
Preil (erklärt genau) Meditation hat etwas mit Hypnose zu tun.
Herricht (wiederholt) Hüpfhose?! Guck an!
Preil (verbessert) Mit Hypnose!
Herricht (hat immer noch nicht verstanden) Hüpfnose... Ja, ja, ja! Alles klar!
Preil (sehr ungehalten) Hypnose!
Herricht (ungeduldig) Ja doch...!
Preil (genauer) Hypnose kommt von hypnotisieren!
Herricht (verblüfft) Ist's die Möglichkeit?
Preil (forscht weiter) Wissen Sie, was man unter hypnotisieren versteht?
Herricht (ehrlich) Nein!
Preil (ergeben) Gut! Dann werde ich es Ihnen mal ganz primitiv erklären.
Herricht (vorlaut) Anders hätte ich es auch von Ihnen nicht erwartet.
Preil (böse) Ich verbitte mir das! Was macht eine Schlange mit einem Kaninchen...?
Herricht (unterbricht) Moment, Herr Preil, nun lenken Sie mal nicht ab. Sie wollten mir erkären, was es mit der Hüpfhose...
Preil (unterbricht wütend) Bitte, beantworten Sie meine Frage! Was macht eine Schlange mit einem Kaninchen?
Herricht (ergeben) Bitte! Ich würde sagen, sie frißt es.
Preil (unzufrieden) Gut! Aber davor?
Herricht (erstaunt) Was davor?
Preil (ungeduldig) Was ist mit der Schlange davor?
Herricht (zuckt die Schultern) Davor hat die Schlange vielleicht Hunger?
Preil (deutlich erklärend) Die Schlange hypnotisiert das Kaninchen. Und warum?
Herricht (unsicher) Sie wird ihre Gründe haben.
Preil (fast zum Mitschreiben) Die Schlange hypnotisiert das Kaninchen, um es zu lähmen. Was macht das Kaninchen?
Herricht (genauso breit betont) Es lahmt!
Preil (völlig verzweifelt) Mein Gott, ist das wieder alles furchtbar. Sie begreifen heute wieder rein gar nichts!
Herricht (unterbricht eifrig) Nein, nein, nein... ich weiß ja jetzt. Es hüpft nicht mehr...
Preil (unterbricht) Die... die... Schlange versetzt das Kaninchen in einen Dämmerzustand. Wie macht sie das...?
Herricht (völlig daneben) Gott, vielleicht macht sie's Licht aus?
Preil (ungeduldig) Also ich sehe schon, ich muß zu einem praktischen Beispiel übergehen. Sagen wir mal... ich bin jetzt der Hypnotiseur...
Herricht (fällt ein) Alles klar... und ich bin wieder der Kunde! Komme zu Ihnen in den Laden und will eine Schlange kaufen.
Preil (verzweifelt) Aber nicht doch!
Herricht (lenkt ein) Dann vielleicht ein Kaninchen?
Preil (winkt ab) Nein, nein, nein! Ich bin der Hypnotiseur... und Sie sind jetzt mein Medium.
Herricht (verhört sich) Is rech... was bin ich?
Preil (wiederholt) Mein Medium!
Herricht (lacht verlegen)
Preil (erstaunt) Was ist denn jetzt wieder los?
Herricht (tippt Prei! mit spitzen Fingern auf die Brust. Schwul andeutend) Herr Preil...
Preil (erstaunt) Was denn...!
Herricht (geziert) Also, bitte... nicht von der Seite. Was ich bei Ihnen immer alles bin...?
Preil (ungehalten) Na!!!! Medium... das ist ein Subjekt!
Herricht (verständnislos, dann plötzlich unwillig) Ach, ich bin ein Subje...?! Ich bin ein Subjekt? Also... das verbitte ich mir!
Preil (klärt auf) Ein Subjekt... das ist der Partner des Hypnotiseurs. Den braucht er...
Herricht (besänftigt) Ach... den braucht er?!
Preil (erklärt) Der Partner führt dann in der Hypnose alles das aus, was der Hypnotiseur von ihm verlangt.
Herricht (überlegt einen Moment angestengt) Donnerwetter... ist ja interessant! Der macht alles, was der Hüpfnotiseur von ihm verlangt?
Preil (erleichtert) So ist es. Nun stellen Sie sich mal hier... genau mir gegenüber auf....
Herricht (befolgt es, stellt sich nur verkehrt herum auf) Mache ich doch sofort...
Preil (unwillig) Anders herum... So ist es schön... Nun stehen Sie mal ganz locker...
Herricht (knickt die Knie ein) Ganz locker...
Preil (korrigiert) Locker, habe ich gesagt.
Herricht (schüttelt Kopf und Backen) Bbbbrrrr!
Preil (fährt fort) Und nun blicken Sie mir m die Augen...
Herricht (wiederholt) Ich blicke Ihnen in die Aug... In welches... bitte?
Preil (wird ungeduldig) Konzentrieren Sie sich auf meine Augen! Was bemerken Sie?
Herricht (höflich, aber bestimmt) Sie schielen...
Preil (sehr böse, dann sehr monoton) Bitte... was soll das? Blicken Sie mir in die Augen...
Herricht (wiederholt auch monoton) Ich blicke Ihnen in die Augen...
Preil (weiter suggestiv) Ganz tief...
Herricht (genauso) Ganz tief...
Preil Noch tiefer...
Herricht (kommt dabei Preils Gesicht immer näher und stößt plötzlich an Preils Nase) Noch tiefer... Au, Sie haben aber 'ne kalte Nase!
Preil (energisch) Konzentration... Sie werden müde!
Herricht (monoton weiter) Ich werde müde... gar nicht wahr, um diese Zeit werde ich nie müde.
Preil (schreit ihn an) Konzentrieren...
Herricht (Opposition) Wenn ich mich konzentrieren soll, kann ich nicht müde werden.
Preil (gibt auf) Also, Schluß jetzt, machen wir was anderes.
Herricht (freudig) Au ja... machen wir was anderes. Sie geben mir die 100 Mark, und schon sind Sie mich los...
Preil (entschieden) Nein, die bekommen Sie nicht. Wir machen jetzt was ganz anderes. Sagen Sie mal, können Sie schwimmen?
Herricht (voller Überzeugung) Natürlich kann ich schwimmen! Am besten im Wasser!
Preil (erklärt) Dann passen Sie auf... Sie werden jetzt in Hypnose einen Weltrekord schwimmen.
Herricht (mit Spätzündung) Was? Wie? Ich... einen Weltrekord schwimmen. In Hüpfnose? Und dann bekomme ich die 100 Mark...?!
Preil (winkt entschieden ab) Moment doch mal... es geht ja erst los. Bitte völlig entspannen...
Herricht (gehorsam, will sich die Schuhe ausziehen...) Völlig entspannen... und ins Wasser und schwimmen...
Preil (verblüfft) Sie sollen sich nicht ausziehen... Sie sollen sich entspannen.
Herricht (schüttelt sich wieder) Ich soll mich entspannen... bbbrrr! Aber, Herr Preil, eine Frage hätte ich noch. Ganz kurz... Wo soll ich eigentlich schwimmen...?
Preil (selbstverständlich) Na... hier!
Herricht (begreift nicht) Ach... hier?! Hier???
Preil (ungeduldig) Jaaa!
Herricht (erstaunt) Hier ist doch überhaupt kein Wasser...!
Preil (nervös werdend) In Hypnose brauchen Sie kein Wasser...!
Herricht (verdattert) Aha, brauche ich kein Wasser...! Aber, Herr Preil... wehe, wenn Sie mich vom Turm springen lassen!
Preil (energisch) Ich beginne jetzt mit der Suggestion...
Herricht (ergeben) Gut, machen wir wieder was anderes... wir beginnen mit der Zuckersektion...
Preil (erklärt eindringlich) Suggestion... ist die Willensübertragung...
Herricht (versteht) Ah ja...
Preil (verdeutlicht noch mal) Ich übertrage jetzt auf Sie meinen Willen.
Herricht (erstaunt) Und das geht...?
Preil (überzeugend) Natürlich geht das!
Herricht (lauernd) Kann das jeder?
Preil (völlig überzeugend) Das kann jeder.
Herricht (neugierig) Ich auch?
Preil (glaubhaft) Wenn Sie einen starken Willen haben...
Herricht (großspurig) Und was für 'nen starken ich habe... Jetzt mache ich's mal. Stellen Sie sich mir gegenüber... Gut! Ganz lecker...
Preil (verbessert laut) Locker...
Herricht (korrigiert) Locker... Und jetzt blicken Sie mir mal in die Augen.
Preil (wiederholt monoton) Ich blicke Ihnen in die Augen.
Herricht (setzt das Spiel fort) Ganz tief...
Preil (monoton) Ganz tief...
Herricht (eindringlich) Sie haben keinen Wilhelm... äh Willen mehr...
Preil (wiederholt) Ich habe keinen Willen mehr...
Herricht (eindringlich) Und nun... und nun:.. nun greifen Sie ganz schnell... in Ihre Tasche.
Preil (monoton) Ich greife ganz schnell in meine Tasche...
Herricht (schnell) Und geben mir ganz schnell die 100 Mark...
Preil (reagiert sofort) Ja... das fehlte mir noch...
Herricht (enttäuscht) Herr Preil, Sie sind ein ganz schlechtes Mädchen...
Preil (böse) Medium... Zurück zur Hypnose. Stehen Sie still... Blick...
Herricht (wiederholt gehorsam) Blick...
Preil (intensiv) Auge in Auge...
Herricht (prompt) Zahn um Zahn...
Preil (redet wieder monoton) Denken Sie an viel Wasser...
Herricht (wiederholt) Ich denke an viel Wasser... Oh... jetzt bekomme ich Durscht...
Preil (redet unbeirrt weiter) Überall Wasser...
Herricht (unterbricht) Moment... da muß ich meine Badehose holen...
Preil (ungehalten) Hier brauchen Sie keine Badehose...
Herricht (versteht) Was denn: ohne? Ach, hier ist FKK?
Preil (voller Zorn) Schluß - Aus - ich mache nicht mehr mit...
Herricht (schadenfroh) Ach, Sie schämen sich wohl?
Preil (fährt wütend fort) Weiter!
Herricht (gehorsam) Weiter!
Preil (befiehlt) Sie steigen ins Wasser...
Herricht (steigt langsam eine imaginäre Leiter hinunter in das Schwimmbecken) Ich steige ins Wasser...
(Er kühlt sich ab) Huuu... ganz schön kalt.
Preil (wütend) Was machen Sie denn...?
Herricht (monoton) Ich kühle mich ab...
Preil (befiehlt wieder) Sie beginnen zu schwimmen...
Herricht (folgsam) Gern... aber wie?
Preil (zapplig) Von mir aus im Schmetterlingsstil.
Herricht (monoton) Gut. Ich beginne zu fliegen.
Preil (wütend) Wieso denn...?
Herricht (flattert herum) Von Seerose zu Seerose...!
Preil (schnauzt) Hören Sie mit dem Blödsinn auf... Das ist ja unerträglich. Kommen Sie aus dem Wasser raus.
Herricht (unentwegt und monoton) Ich schwimme immer weiter...
Preil (schimpft) Kommen Sie aus dem Wasser...
Herricht (monoton) Ich schwimme immer weiter...
Preil (immer wütender) Sie sollen aufhören...
Herricht (schwimmt unaufhörlich weiter) Geht nicht! Ich stecke in der Hüpfhose...
Preil (nimmt aus der Tasche den lOO-Mark-Schein und hält ihn Herricht vors Gesicht) Das werden wir gleich haben... Schluß mit der Hypnose. Hier sind die 100 Mark!
Herricht (greift sofort danach und rennt blitzschnell davon.) Na also... Das hätten Sie aber einfacher haben können...

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