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Ein kleiner Tisch als Spielrequisit

Preil (kommt eilig auf die Bühne) Herr Herricht ... Sie wollten mich sprechen? Es tut mir leid, aber ich habe im Moment wirklich keine Zeit... Ich muß dringend etwas erledigen.
Herricht (unbeeindruckt) Ja,ja... ich glaub's Ihnen ja. Wo müssen Sie denn so eilig hin?
Preil (will weiter) Ich muß nach Hoppegarten.
Herricht (erstaunt) Was? Sie haben auch einen Garten? Wußt' ich ja gar nicht. Haben Sie denn auch Äpfel gesät?
Preil (sieht ihn mißtrauisch an) Was ... Äpfel gesät? Äpfel sät man nicht. Äpfel pflanzt man. Nämlich Apfelbäume! Und außerdem ist Hoppegarten kein Garten!
Herricht (bleibt freundlich) Das hätte ich mir denken können. Ihr Garten ist natürlich kein Garten...
Preil Sagen Sie mal, kennen Sie Hoppegarten nicht? Mein Lieber, waren Sie denn noch nie auf einer Pferderennbahn?
Herricht (verwundert) Mein Lieber, ich war noch nie auf einer Pferderenn... Was denn, Sie gehen zum Pferderennen...?
Preil Ja, natürlich...
Herricht (erfreut) Und das Rennen findet in Ihrem Garten statt?
Preil (erklärt in aller Ruhe) Nicht in meinem Garten. In Hoppegarten! Und das ist der Name der Pferderennbahn.
Herricht (amüsiert) Ach so! Das ist der Name? Und dieser Garten gehört also einer Filmschauspielerin...
Preil (unterbricht) Nein... der gehört keiner Filmschauspielerin.
Herricht (unterbricht seinerseits) Streiten Sie doch nicht, Herr Preil. Ich kenne doch Marianne Hoppe!
Preil (unwillig) Marianne Hoppe hat mit Hoppegarten überhaupt nichts zu tun...
Herricht (versteht) Dann hat sie ihn also verkauft! Das ist etwas anderes. Und nun wollen Sie die Dame besuchen. Da muß man natürlich pünktlich sein.
Preil (sein Unmut steigert sich) Es ist kein Garten ... und gehört folglich auch nicht Frau Marianne Hoppe. Es ist eine Pferderennbahn, und da will ich jetzt hin... Verstanden?
Herricht (erstaunt) Verstanden! Ich weiß gar nicht, warum Sie sich so erregen? Wenn in Ihrem Garten keine Pferde rennen und Frau Hoppe ihn sowieso verkauft hat, dann ist doch alles in bester Ordnung.
Preil (konsequent) Machen Sie's gut. Ich komme sonst zu spät. Und das Rennen hat schon angefangen.
Herricht (läßt nicht locker) Dann wollen wir uns nun sputen...
Preil Was denn? Wollen Sie etwa auch zum Pferderennen?
Herricht (treuherzig) Keineswegs, aber wenn Sie hingehen, dann könnte ich doch vielleicht mitkommen. Ich lerne dann sicher wieder etwas von Ihnen...
Preil (erfreut holt er eine Rennzeitung aus der Tasche) Ach, Sie wollen etwas lernen? Vom Pferderennen? Nun, dann werfen Sie mal erst einen Blick in diese Zeitung.
Herricht (winkt ab) Danke. Ich habe heute schon zwei Blicke in die Zeitung geworfen.
Preil (beharrlich) Das ist aber sehr wichtig, denn das ist eine Pferdesportzeitung, und da steht alles drin, was man über Pferde und Rennsport Wissen muß.
Herricht (großspurig) Über Pferde weiß ich alles.
Preil (erstaunt) Über Pferde wissen Sie alles?
Herricht Ich weiß über Pferde alles!!
Preil (ungläubig) Alles?
Herricht (großspurig) Alles!
Preil (erfreut) Na großartig... Dann beschreiben Sie mir doch mal ein Pferd...
Herricht (mit Spätzündung) Beschreiben? Ich...? Ein Pferd...?
Preil (mit Ironie) Ich bitte darum...
Herricht Ich beschreibe also ein Pferd! Das Pferd ist ein Haustier.
Preil (lobt belustigt) Sehr gut...
Herricht (nimmt ab) Das Pferd ist ein sehr gutes Haustier.
Preil (fragt weiter) Und was ist zum Beispiel ein Pony?
Herricht (mit Überzeugung) Das ist was ganz anderes. Ich weiß zwar nicht, wie Sie jetzt darauf kommen ... aber das ist eine Damenfrisur!
Preil (energisch) Nein! Das ist ein kleines Pferd...
Herricht (prompt) ... mit 'ner Damenfrisur.
Preil (nervös) Aber nicht doch ... das ist ein Zwergpferd...
Herricht (glaubt es zu wissen) Ein Pferd für Zwerge! Für Gartenzwerge? Für Hoppegartenzwerge! Jetzt ist alles klar.
Preil (fühlt sich veralbert) Also, wollen Sie mir nun ein Pferd beschreiben... oder nicht?
Herricht (auch hitzig) Natürlich will ich Ihnen ein Pferd beschreiben... Ich wußte ja nicht, daß Sie keine Pferde kennen?!
Preil (will es erleichtern) Sie können sich's ja aussuchen... Einen Schimmel... Einen Rappen... oder einen Fuchs?
Herricht (etwas verwirrt) Fuchs ...? Ach, jetzt reden wir vom Fuchs?
Preil (ungeduldig) Jaaa!
Herricht (erstaunt) Jetzt soll ich also einen Fuchs beschreiben?
Preil (ungeduldig) Ich bitte darum!
Herricht (atmet tief durch) Gut.. beschreibe ich also einen Fuchs ... Ich beginne wieder von vorn. Alles über den Fuchs! Der Fuchs: Der Fuchs ist nun überhaupt kein Haustier...
Preil (verdutzt) Wie bitte...?
Herricht (fährt unbeirrt fort) ... denn er stiehlt Gänse!
Preil (unterbricht) Was ist los ...?
Herricht (wie aufgezogen) Wie es schon in einem Kinderlied meiner Mutter hieß: Fuchs, du hast die Gans gestohlen...
Preil (redet dazwischen) Das Pferd...
Herricht (leiert weiter) ...Pferd, du hast die Gans gestohlen... was? Da muß meine Mutter das falsch gesungen haben.
Preil (sehr ungehalten) Sagen Sie mal, wovon reden Sie eigentlich?
Herricht (völlig dekonzentriert) Vom Fuchs... Von meiner Mutter... Vom Fuchs meiner Mutter... Herr Preil... meine Mutter trug immer einen Fuchs um den Hals...
Preil (schnauzt ihn an) Das Pferd...
Herricht (erbost) Meine Mutter trug nie ein Pferd um den Hals.
Preil (entnervt) Ist denn das die Möglichkeit... Ich meine doch das Pferd ... das man Fuchs nennt, weil seine Farbe auch rötlich ist... Los... sehen Sie hier in die Zeitung. Da ist ein Bild... ist ein Bild... ist ein... hier... ist ein Bild von Mercedes!
Herricht (nun auch ungehalten, sieht gar nicht auf das Pferdebild in der Zeitung) Ach, jetzt sprechen wir vom Mercedes.
Preil (giftig) Ja.
Herricht (ungehalten) Soll ich den vielleicht auch beschreiben...?
Preil (wütend) Ja! Von mir aus... nun machen Sie schon.
Herricht (legt wieder los) Der Mercedes! Der Mercedes ist nun überhaupt kein Haustier... aber auf den Straßen sehr häufig...
Preil (unterbricht fassungslos) Was ist los? Mercedes... ist ein Pferd!
Herricht (zuckt zusammen, sich selbst beruhigend) So! Ganz ruhig... ganz ruhig...
Preil (erstaunt) Was ist denn nun wieder los?
Herricht (konsequent) Also, Herr Preil... bis hierhin hab' ich das alles mitgemacht...
(Explodiert) ...jetzt langt es mir. Der Fuchs ist 'n Pferd! Der Mercedes ist 'n Pferd... Vielleicht bin ich zum Schluß auch noch 'n Pferd...?!
Preil (schreit zurück) Reden Sie kein dummes Zeug. Mercedes ist 'ne Stute!
Herricht (faucht zurück) Ist ja gar nicht wahr...! Der Mercedes hat doch keine Tute! Der hat 'ne Hupe...!
Preil (mit verhaltenem Zorn) Bitte... Mercedes ist eine Stute... Und eine Stute ist das weibliche Tier!
Herricht (begreift endlich) Ah... ja, ja, ja... schön...
Preil (erleichtert) Ja,ja, ja ... na also! Wie heißt nun aber das männliche Tier?
Herricht (prompt) Benz!!!
Preil (bekommt Zustände) Ist denn das zu fassen... Mein Gott noch mal... Ich möchte wetten... Jawohl... wetten möchte ich, daß Sie das nie lernen werden!
Herricht (unterbricht rasant) Halt! Halt... Stop... Herr Preil. Sie benutzten eben das Wort Wetten! Da möchte ich einwerfen... apropos wetten ... Herr Preil!
Preil (etwas irritiert) Was ist mit dem Wort Wetten?
Herricht (sehr wichtig) Stimmt es denn, daß man beim Pferderennen wetten kann?
Preil (etwas ratlos) Natürlich...!
Herricht (sehr interessiert) Richtig wetten?
Preil (amüsiert) Ja! Richtig wetten!
Herricht (begeistert) Ich würde auch gern mal wetten.
Preil (erschüttert) Was denn, Sie wollen wetten? Richtig wetten... ?
Herricht (findet kaum Worte vor Begeisterung) Aber... und wie... und so ... und hallo ...
Preil (verblüfft) Sie sind ja ein richtiger Hasardeur?
Herricht Nein... ich bin ein richtiger Magdeburger... warum?
Preil (verbessert sofort) Aber nicht doch... Ein Hasardeur ist ein Glücksspieler. Und der versteht was vom Wetten!
Herricht (gibt an) Ich verstehe auch was vom Wetten...
Preil (sehr ungläubig) Na... na... na... na? Immer langsam mit den jungen Pferden. Aber gut! Beschreiben Sie mir mal eine Platzwette...
Herricht (winkt ab) Also... eine Platzwette... Nee, lieber nicht!
Preil (erstaunt) Warum denn nicht?
Herricht (vorsichtig) Wetten, daß Sie platzen?
Preil (amüsiert) Das könnte sein... das könnte allerdings sein. Aber ich mache Ihnen einen Vorschlag, damit ich mich nicht unnötig ärgern muß über Sie... probieren wir mal das Wetten in einem Wettbüro.
Herricht (fragend) Aber wo ist so ein Büro?
Preil (beruhigt ihn) Keine Sorge... das haben wir gleich. Hier ist ein Tisch. Den nehmen wir.
Herricht (packt mit an) Den Tisch, den nehmen wir...
Preil (baut auf) Stellen ihn zwischen uns...
Herricht (plappert alles nach) Stellen ihn zwischen uns...
Preil (zufrieden) Das wäre die Lösung... und das ist jetzt was... ?
Herricht (prompt) Eine Zwischenlösung!
Preil (verbessert ihn) Unsinn... das ist das Wettbüro. Sie stehen vor dem Schalter... Ich stehe hinter dem Schalter, und das ganze ist jetzt hier ein Wettbüro! Ich bin der Buchmacher!
Herricht (verwundert) Der Buch... was?
Preil (erklärt nochmals) Der Buchmacher!
Herricht (hat natürlich nicht verstanden) Aha...??? Ich dachte, ich soll wetten?
Preil (beruhigt ihn) Das sollen Sie ja auch. Wie gesagt, ich bin jetzt der Buchmacher... und Sie kommen jetzt rein... als...? Na? ... als Wetter...!
Herricht (verwirrt) Was... ich bin das Wetter?!
Preil (staucht ihn wieder zusammen) Nein... der Wetter!
Herricht (geht darauf ein) Donnerwetter!
Preil (nervös) Bitte, los jetzt... Kommen Sie... Guten Tag...!
Herricht (unwirsch) Ich bin ja noch gar nicht drin.
Preil (schnauzt ihn an) Dann kommen Sie doch endlich...
(Stöhnt verzweifelt, da Herricht noch mal zurückgeht und die imaginäre Bürotür öffnet.) Guten Tag ...!
Herricht (durcheinander) Guten Tag... Herr Buch... Buch... Wie war das doch gleich...? Herr Buchbinder!
Preil (stoppt) Halt... Halt... Halt...
Herricht (verbessert sich) Entschuldigung... Herr Buchhalter...
Preil (laut) Nein... macher... macher...! Buchmacher...!
Herricht (geht wieder hinaus. Öffnet und schließt umständlich die Tür zum Wettbüro) Ich komme noch mal... Tür auf! Tür zu! Tür auf... und nun komme ich!
Preil (erschöpft) Oh Gott... das ist ja zum Verzweifeln mit Ihnen.
Herricht (unbekümmert) Guten Tag!
Preil (ergeben) Guten Tag.
Herricht (beginnt) Guten Tag, Herr Macker...
Preil (fast verzweifelt) Macher... Macher... Buchmacher...
Herricht (ungeduldig) Ja, ja... Sie wissen ja, was Sie sind. Ich wollte mal fragen, haben Sie vielleicht ein Buch über Pferde?
Preil (bricht fast zusammen und schreit verzweifelt) Sie sollen wetten...!
Herricht (auch laut werdend) Wetten, daß Sie kein Buch haben über Pferde?!
Preil (hält sich krampfhaft am Tisch fest) Nein... nein... nein... Das geht doch so... Sie setzen jetzt zum Beispie1 - fünf Mark auf Neptun!
Herricht (mit Spätzündung) Das ist gut... Auf wen bitte...
Preil (wiederholt) Auf Neptun!
Herricht (leicht verwirrt) Wer ist denn das nun wieder?
Preil (zapplig) Menschenskind... wissen Sie denn nicht, wer Neptun ist?
Herricht (brav und treuherzig) Nein!
Preil (erklärt mit Hingabe) Neptun mit dem Dreizack.
Herricht (mit Einfall ) Ach... Napoleon!
Preil (wütend) Quatsch... Der hat 'nen Zweispitz...!
Herricht Der hat 'nen Spitz...!
Preil (erklärt weiter) Neptun ist der Gott des Meeres!
Herricht (fassungslos) Und der kriegt fünf Mark von mir?
Preil (außer sich) Nein, verdammt noch mal... Das Pferd!
Herricht (will mithalten) Ach, das ist 'n Seepferd?
Preil (bricht fast zusammen) Sie setzen auf das Pferd, das Neptun heißt.
Herricht (nickt brav) Da setz ich mich drauf...
Preil (schnauzt Herricht wütend an) Da setzen Sie sich überhaupt nicht drauf... denn da sitzt schon einer drauf.
Herricht (deprimiert) Schade! Schon besetzt.
Preil (bissig) Da drauf sitzt nämlich der Jockey!
Herricht (es hat bei ihm gefunkt) Aha...! Ja... den kenn ich..
Preil (sehr verwundert) Den kennen Sie... ? Wer ist denn das?
Herricht (großartig) Kennen Sie nicht? Bube - Dame König - As - Jockey...
Preil (reißt der Geduldsfaden) Schluß... Aus... Ich will nicht mehr! Ich bin ja nicht bekloppt und gehe mit Ihnen auf die Rennbahn... Keine Ahnung von Pferden. Keine Ahnung vom Rennen... Geschweige denn vom Reiten.
Herricht (entrüstet) Aber, Herr Preil, das hätten Sie nicht sagen dürfen.
Preil (erstaunt) Wieso?
Herricht (gibt ungeheuer an) Sie sollten mich mal reiten sehen...
Preil (glaubt, sich verhört zu haben) Bitte, wie war das?
Herricht (sehr betont) Sie sollten mich mal reiten sehen...
Preil (völlig perplex) Sie können reiten?
Herricht (großspurig) Aber, wie's Gewitter...
Preil (voller boshafter Ironie) Aber das würde ich doch nun zu gern mal überprüfen. Ich meine, das mit dem gewittermäßigen Reiten!
Herricht (ist plötzlich der größte) Nur Mut, Herr Preil.
Preil (ist sehr neugierig und schreitet zur Tat) Also gut, kommen Sie her. Passen Sie auf... wir drehen den Tisch mal um... soooo!
(klopft auf den Tisch und stellt die erste Frage) Was ist das?
Herricht (durch Erfahrungen vorgewarnt) Ich würde sagen, das ist ein Tisch.
Preil (höhnisch) Nein... Das ist kein Tisch.
Herricht Aha... das ist kein Tisch.
Preil (verbessert streng) Das ist ein Pferd...
Herricht (läßt sich nichts anmerken) Das ist ein Pfe... Jawohl... das ist ein Pferd!
Preil (zufrieden) So ist es... das ist ein Pferd!
Herricht (zeigt hinter dem Rücken Preils einen Vogel)
Preil (fährt fort) Das ist jetzt Ihr Pferdchen.
Herricht (lakonisch) Jawohl, das ist jetzt mein Pferdchen... das ist immer mein Pferdchen gewesen...
(tätschelt den Tisch) braves Pferdchen... !
Preil (fährt lauerndfort) Und wie heißt Ihr Pferdchen... ?
Herricht (schaut unter den Tisch) Na wollen wir doch mal nachsehen... 's wird ja dran stehen ... Ja... hier steht es... Höffner. Mein Pferd heißt Höffner!
Preil Unsinn! Mercedes!
Herricht (gibt resigniert auf) Ach, der Tisch ist ein Mercedes...
Preil (wird wieder laut) Der Tisch ist kein Mercedes. Der Tisch ist ein Pferd... und das Pferd heißt Mercedes. Und was machen Sie jetzt...?
Herricht (nun auch wütend) Jetzt reit' ich zu Tisch... oder was weiß ich...?!
Preil (böse) Unsinn... Jetzt steigen Sie erst mal auf.
Herricht (erschreckt) Ich...? Ich steige auf... Moment mal... Herr Preil, bevor ich nun so richtig losreite... muß ich ja erst mal wissen, wohin reite ich eigentlich...?
Preil (verzweifelt) Aber das weiß doch jeder Reiter...
Herricht (macht den verzweifelten Preil nach) Sie werden mir's doch sicher gleich sagen...
Preil (jammert weiter) Ich sage es Ihnen ja auch... Wohin reitet der Reiter beim Rennen? Zum...? Na... zum...? Einlauf...!!!
Herricht (überlegt, um den Lacher zu überbrücken) Ja... ääää... nur... Herr Preil...
Preil (noch ahnungslos) Ja... bitte ...?
Herricht (verschämt) Ich fühle mich eigentlich ganz wohl...
Preil (schnauzt ihn wieder an) Bitte???? Verdammt noch mal...! Der Einlauf gehört doch zum Rennen...
Herricht (muß recht geben) Ja, ja... wenn Sie einen gekriegt haben... dann müssen Sie schon, verdammt noch mal rennen...
Preil (will zum Schluß kommen) Bitte, Herr Herricht... schwingen Sie sich in den Sattel...
Herricht (sieht sich den Tisch an und sucht den Sattel)
Preil (beobachtet ihn beunruhigt) Mein Gott... wo liegt denn der Sattel?
Herricht (wütend) Was weiß denn ich, wo Sie ihn hingelegt haben?
Preil (ungehalten) Der Sattel liegt zwischen Widerrist und Kruppe.
Herricht (poltert los) Schlamperei... und da soll ich ihn jetzt finden...?!
Preil (zornig) Los jetzt... rauf aufs Pferd...
Herricht (schwingt sich auf den Tisch und winkt ab) Ich bin ja längst oben...
Preil (zornig) Verkehrt herum...
Herricht (verblüfft) Was ist...?
Preil (wiederholt energisch) Sie sitzen verkehrt herum...!
Herricht (großspurig) Sie wissen ja gar nicht, wo ich lang reiten will...
Preil (laut) Daaaa... liegt das Ziel!
Herricht (sorglos) Macht nichts... reit' ich so rum...!
Preil (hat jetzt die Nase voll) Los... Runter...!
Herricht Was ist...?
Preil (kommandiert) Los.. kommen Sie runter. Jetzt werde ich Ihnen zeigen, wie man auf einem Pferd sitzt... Bitte... halten Sie den Tisch fest...
Herricht (großspurig) Das ist kein Tisch... das ist ein Pferd...!
Preil (ungerührt) Halten Sie den Tisch fest... der wackelt.
Herricht (weiß es besser) Ein Pferd wackelt nicht... ein Pferd tänzelt...!
Preil (beleidigt) Sparen Sie sich Ihre albernen Belehrungen. Gehn Sie weg...
Herricht (geht etwas zur Seite)
Preil (schwingt mit großem Aufwand das rechte Bein über die Tischplatte und sitzt in Reiterhaltung auf dem Tisch) So... schwinge ich das Bein über den Pferderücken... Und schon... sitze ich im Sattel... Das ist eine perfekte Reiterhaltung... Na... wie sehe ich aus...?
Herricht (trocken) Wie der Erlkönig!!!
Preil (verdattert) Wie bitte...?
Herricht (wiederholt laut) Wie der Erlkönig...!
Preil (krakeelt zurück) Wieso... ????
Herricht (zahlt nun zurück) Wer reitet so spät... Die Nacht ist frisch - Das ist Herr Preil auf seinem Tisch!
(Dann flüchtet er in die Gasse ab.)
Preil (schimpfend hinterher)

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