Hauptmenü
Erste Hilfe

Startseite
Herricht und Preil
Grabsprüche
Textadventure
E-Post
Reise
Linke Dinger
Awards
Fettnäpfchen
Gästebuch
Persönliches

Trivocum

Zum 1&1-Shop

Georg-Cantor- Gymnasium
FH Merseburg


Schick mir doch ne e-mail!

Email-Liste
www.myEuro.info
Was hat der Euro in Ihrer Brieftasche schon erlebt?

Seriennummer:




Herricht und Preil kommen wie immer im Gespräch auf die Szene. Herricht trägt eine »Sanitätertasche« über der
Schulter.

Preil (verständnislos) Das ist mir doch völlig klar, und das weiß ja auch jeder Autofahrer, daß man stets und ständig eine «Erste-Hilfe-Tasche» bei sich haben muß.
Herricht (bestätigt) Sie sagen die Wahrheit. Und deshalb habe ich diese Tasche auch ständig bei mir...
Preil (schüttelt den Kopf) Natürlich doch nur, wenn Sie selbst Auto fahren.
Herricht (streitet) Das kann nicht sein. Denn wir haben gelernt, daß ein Autofahrer diese Tasche immer bei sich haben muß.
Preil (verteidigt sich) Ich sagte doch schon... wenn Sie selbst Auto fahren... aber doch nicht als Fußgänger!
Herricht (streitet) Und wenn mich ein anderes Auto überfährt...?
Preil (bissig) Dann werden Sie die Tasche schwerlich noch benötigen... Ich finde es geradezu grotesk, hier mit einem halben Arztbesteck herumzulaufen und noch keine Ahnung von Medizin zu haben!
Herricht (widerspricht sofort) Oho... sagen Sie das nicht, Herr Preil... ich mache ja jetzt gerade meinen Konkurs... für «Erste Hilfe»!
Preil (fragt noch mal) Bitte... was machen Sie?
Herricht (betont) Einen Konkurs für «Erste Hilfe»! Ich lerne da so alles...
Preil (untertdicht) Moment doch mal... einen Konkurs... das heißt einen Kursus!
Herricht (berichtigt) Ja, ja... ich habe nur Konkurs gesagt... weil ich schon am Ende bin! Ich bin nämlich schon bei der dritten Hilfe... bei der dritten Lektion...
Preil (bewundernd) Sooo? Bei der dritten Lektion...der «Ersten Hilfe»!?
Herricht (stolz) Ja, ja, ja... bei der dritten Lektion! Und davor war die zweite Lektion und davor die erste Lektion.
Preil (unwillig) Danke! Ich kann schon bis drei zählen.
Herricht (ohne Arg) Na, das ist doch schon was!
Preil (will nun mehr wissen) So, also bei der dritten Lektion? Da wissen Sie doch eigentlich schon allerhand?
Herricht (triumphierend) Nicht nur allerhand. Ich weiß eigentlich alles. Ich kann alles behandeln, jeden corpus delicti... kann ich und so... also, das ist wie gesagt, schon allerhand...!
Preil (unterbricht den Redefluß) Nun, Moment mal... gesetzt den Fall, ich käme zu Ihnen als schwer Kranker... schwer Leidender!
Herricht (verunsichert) Ach, du Donner... das ist natürlich schwer!
Preil (stellt die Fangfrage) Was würden Sie da nun machen?
Herricht (sofort) Da schicke ich Sie zum Arzt!
Preil Nein, nein, nein... mein Gott, es ist so schlimm, daß Sie mich sofort selbst behandeln müssen...
Herricht (aufmerksam) Aha... es ist schlimm?
Preil Ja... sehr schlimm!
Herricht (beeindruckt) Das ist dann allerdings schlimm!
Preil (forciert) Nun los... los... Ich denke, Sie wissen alles... mein Leben ist in Gefahr!!
Herricht (erschreckt) Oh... jetzt werde ich nervös!
Preil (muntert ihn auf) Da brauchen Sie gar nicht nervös zu werden... noch lebe ich ja!
Herricht (übereifrig) Ja, noch... noch! Noch habe ich Sie ja auch nicht behandelt!
Preil (ungehalten) Bitte, was soll das! Damit macht man keine Scherze. Sie müssen doch zuerst einmal die Diagnose stellen.
Herricht (angetan) Das ist 'ne gute Idee. Ich stelle mich auf die Diagnose, dann kann ich alles viel besser übersehen.
Preil (belehrt wieder) Sie stellen sich nicht auf eine Diagnose... bei einer Diagnose stellt man Fragen! Sie müssen mich etwas fragen!
Herricht (verwundert) Ach... was denn?
Preil (kurz) Zum Beispiel: Wie geht es? Oder was weiß ich...!
Herricht (ungeheuer freundlich) Na... Herr Preil... wie geht's denn so...?
Preil (stöhnt nervös) Oh Gott... natürlich schlecht... schlecht! Das sagte ich ja bereits!
Herricht (bleibt freundlich) Wie geht's Ihrer Familie?
Preil (böse) Meine Familie hat doch damit nichts zu tun. Sie sollen sich mit meiner Konstitution befassen...!
Herricht (erstaunt) Die kenne ich doch gar nicht!
Preil (erklärt) Die sollen Sie ja auch kennenlernen... In den Rachen sehen... Den Puls fühlen... Herz untersuchen... und so weiter...!
Herricht (ist bereit. Schaut in den Mund) Aha... na, dann wollen wir mal anfangen. Sooo! Nun machen Sie mal auf...
Preil (öffnet den Mund, sagt) Aaaaa!
Herricht (sehr wissenschaftlich) Aha... so sieht also ein Drachen von innen aus!
Preil (explodiert) Was soll denn das...?
Herricht (fährt fort) Nun sagen Sie bitte »B«!
Preil (erstaunt) Wieso denn »B«? Man sagt doch gewöhnlich »A«?
Herricht (weise) Wer »A« sagt, muß auch »B« sagen...!
Preil (energisch, hält den Unterarm hin) So... jetzt bitte den Puls!
Herricht (betrachtet aufmerksam die Ärmelmanschette) Ooooo... Herr Preil!
Preil (erstaunt) Was ist denn?
Herricht (bedenklich) Ooooo... sieht blaß aus!
Preil (wütend, streift die Manschette hoch) Quatsch... blaß! Das ist doch die Manschette, Menschenskind!
Herricht (eifrig) Na... machen Sie frei... machen Sie frei...!
Preil (stöhnt ungeduldig) Ooooommmm!
Herricht (gibt sich Mühe) Nun wollen wir mal sehen...
(schweigt plötzlich betreten. Er blickt auf seine Uhr... dann wieder auf den Puls... auf die Uhr, hört mit dem Ohr am Puls. Schüttelt das Handgelenk... betrachtet voller Entsetzen Preils Gesicht.)
Preil (wird nervös) Was ist...? Was ist denn...?
Herricht (betreten) Herr Preil...
Preil (völlig verunsichert) Was ist...?
Herricht (drängend) Herr Preil...!
Preil (böse) Was ist denn...?
Herricht (kläglich) Sie sind ja schon tot...
Preil (entsetzt) Was? Wieso?
Herricht (albern) Nee... meine Uhr steht!
Preil (völlig konsterniert) Das ist ja alles nicht zu fassen... So ein horrender Blödsinn... So, und jetzt noch das Herz!
Herricht (bleibt fröhlich) Na, dann zeigen Sie mal her, das kleine Herz! Wo haben Sie es denn wieder?
Preil (erregt) Nein... das kann ich Ihnen doch nicht zeigen.
Herricht (ebenfalls ungehalten) Sie können nicht? Sie wollen nicht!
Preil (erklärt völlig am Ende) Ich will schon! Das müssen Sie doch abhören. Mit einem Schlauchstetoskop!
Herricht (entschuldigt sich) Entschuldigen Sie... ich kam doch nicht auf den Schlauch!
(er kramt aus seiner Tasche ein Schlauchstetoskop und entwirrt es) Sooo, nun wollen wir mal sehen... Und nun nehmen Sie dieses Ende und schlucken es ganz langsam herunter...
Preil (faucht ihn an) Sie sollen mich abhören!
Herricht (beleidigt) Sie hören mich ja dauernd ab. Ich komme ja zu keiner klaren Diakonisse...
Preil (schreit ihn an) Diagnose... verdammt noch mal!
Herricht (keß) Na ja... Sie sprechen das Lateinisch aus.
(legt das Stetoskop an und hört angestrengt ab) Ich höre...
Preil (neugierig) Und was hören Sie...?
Herricht (mit ernstem Gesicht) Ja, ja... ja, ja...! Da ist immer besetzt!
Preil (fast tobsüchtig) Was heißt denn besetzt, Menschenskind? Wo suchen Sie denn das Herz?
Herricht (regt sich auch auf) Wo suchen Sie denn das Herz... Haben Sie noch nie was von »Wanderniere« gehört? Warum soll nicht auch mal ein Herz wandern?
Preil (sehr bestimmt) So ein Quatsch! Wanderniere - Wanderherz... Mein Herz habe ich doch im Brustkorb!
Herricht (wächst über sich hinaus) Aha! Na, das ist ja interessant! Und wo haben Sie den Korb??? Schlamperei... Wieder zu Hause gelassen...!
(Er geht erhobenen Hauptes ab)

Der Länge wegen wurde dieser Sketch an »Mückentötolin« angehängt, da dieser für Fernsehaufnahmen und ähnliches zu kurz war.

HomepageZurück